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Die gute Nachricht zuerst: Der Ausbau der erneuerbaren Energien kommt zügig voran. Im zu Ende gehenden Jahr haben Wind, Sonne & Co voraussichtlich bis zu 25 Prozent der Stromversorgung abgedeckt – nach 20 Prozent im Vorjahr. Das Ziel, bis 2020 einen Anteil von 35 Prozent zu erreichen, wird also sehr viel schneller erreicht werden können als ursprünglich geplant.

Die Kosten hierfür sind allerdings erheblich. Im kommenden Jahr müssen die Stromkunden für die Ökostromförderung 5,3 Cent je Kilowattstunde bezahlen. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden sind das inklusive Mehrwertsteuer immerhin gut 220 Euro im Jahr.

Zudem gelingt es bisher nicht in ausreichendem Maße, die für die Energiewende notwendigen Leitungsnetze bereitzustellen. Von den 1.800 Kilometern, die nach dem so genannten Energieleitungsausbaugesetz vorrangig gebaut werden sollen, waren bis Anfang 2012 nur 214 Kilometer fertig und gerade einmal 100 Kilometer in Betrieb. Von insgesamt 24 Projekten liegen nur 9 im Zeitplan, 15 kommen erst mit Verspätung. Und das, obwohl ein Ausbau der erneuerbaren Energien ohne entsprechendes Leitungsnetz nicht sinnvoll ist.

Es ist deshalb verständlich, dass sich Unternehmen mit Blick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, den Ausstieg aus der Kernenergie und die fehlende Netzinfrastruktur fragen, ob die Stromlieferung wirklich dauerhaft sichergestellt ist. Sie fürchten Unterbrechungen oder einen größeren Blackout.

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7. November 2017

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Vom 6. bis zum 17. November schaut die Welt gebannt auf Bonn. Denn auf der 23. UN-Klimakonferenz geht es darum, die bislang überwiegend vagen Worthülsen des Pariser Klimaabkommens mit konkreten Regelungen zu füllen. Je schneller dies gelingt, desto früher können Klimaschutzverpflichtungen verhandelt werden. Die Zeit drängt, denn ohne rasche und drastische Emissionsreduktionen kann die globale Erwärmung nicht auf 2 Grad Celsius begrenzt werden. mehr auf iwd.de

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Die EEG-Umlage wird die Stromverbraucher im kommenden Jahr weiterhin stark belasten. Die zukünftige Bundesregierung muss sich in der kommenden Legislaturperiode der Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien annehmen. mehr