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Vor allem bedeutet die Energiewende, die Strukturen der Stromerzeugung auf neue Füße zu stellen – und dieser Prozess dürfte mehrere Jahrzehnte dauern. Kernelement der Energiewende ist der Ausbau der erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Biomasse, die bis zur Mitte des Jahrhunderts die Stromversorgung dominieren sollen. Die Bundesregierung hat sich für den Ausbau erneuerbarer Energien ambitionierte Ziele gesteckt. So soll der Anteil von Wind-, Solar- und Biomassestrom sowie anderer erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2050 auf 80 Prozent ansteigen.

Diese Entwicklung wird aber schon seit Jahren gefördert. Seit 1990 ist der Anteil der politisch favorisierten Stromquellen von 3,6 Prozent auf 19,9 Prozent im Jahr 2011 angestiegen. Auch die Subventionen für erneuerbare Energien sind erheblich angestiegen. 2011 lagen sie bei insgesamt 12,4 Milliarden Euro, nach 9,4 Milliarden Euro im Vorjahr und 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2009. Entsprechend ist auch die Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu Lasten der Stromverbraucher angestiegen. Von 2000 bis heute stieg sie von 0,2 Cent auf und 3,592 Cent je Kilowattstunde. Für einen typischen Haushalt mit einer Abnahmemenge von 3.500 Kilowattstunden Strom bedeutete das einen Anstieg der ausgewiesenen EEG-Kosten von 7,0 Euro in 2000 auf 125,7 Euro im laufenden Jahr. Wenn die Energiewende weiter vorangebracht werden soll, dürfen die Kosten nicht mehr derartig klettern.

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20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de