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Land auf Land ab fordert die Politik Unternehmen auf, effizienter mit Strom umzugehen und so die Kosten im Zaum zu halten. Auch die Haushalte sollen Strom sparen, um ihre Rechnungen trotz steigender Preise noch bezahlen zu können. Der nächste Preissprung steht zum Jahreswechsel vor der Tür, wenn die Förderung erneuerbarer Energien erhöht wird und der Strom pro Kilowattstunde dadurch um rund 2 Cent teurer wird. Allein für die sogenannte EEG-Umlage und die Mehrwertsteuer auf diese Umlage werden für einen 2–Personen-Haushalt dann gut 200 Euro im Jahr fällig. Im Gegenzug will der Bundesumweltminister die Haushalte besser beraten, wie sie weniger Strom verbrauchen können.

Und so wie jeder einzelne Haushalt Strom sparen soll, soll es nach dem Willen der Politik das ganze Land: Die Bundesregierung möchte den Stromverbrauch bis 2020 um 10 Prozent gegenüber 2008 senken. Das Problem ist, dass bis 2011 gerade einmal 1,4 Prozent weniger Strom floss. Seit dem Jahr 2000 ist der Stromverbrauch sogar um 4,5 Prozent gestiegen. Zudem erschwert eine ganz andere, eigentlich erfreuliche Entwicklung die Sparbemühungen: Neue Technologien wie Wärmepumpen oder Elektroautos setzen auf Strom. Dank ihnen wird viel Öl oder Gas eingespart, aber mehr Strom verbraucht.

Niemand darf also darauf hoffen, dass sich die Probleme der Stromversorgung praktisch von selbst lösen, indem einfach weniger verbraucht wird. Vielmehr sind die Haushalte darauf angewiesen, dass die politisch verursachten Belastungen des Strompreises nicht immer weiter steigen.

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20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de