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Ob es wirklich einen stabilen Trend hin zu weniger Ungleichheit gibt, lässt sich zwar noch nicht mit Sicherheit sagen. Doch nicht nur die Zahlen des Sozio-oekonomischen Panels, auf dessen Grundlage das DIW gerechnet hat, sondern auch andere regelmäßige Erhebungen wie Statistiken der EU („EU-SILC“) und der Mikrozensus bestätigen, dass es keine sich öffnende Einkommensschere gibt. Diese Tatsache bedeutet auch: Anders als oft vermutet haben die Hartz-Reformen nicht zu einem alarmierenden Anstieg der Armut geführt.

Trotzdem bleibt Armut ein wichtiges gesellschaftliches Problem, das vor allem Alleinerziehende, Arbeitslose und Personen mit Migrationshintergrund trifft. Um Armut zu reduzieren ist es daher weiterhin wichtig, Bildungschancen zu erhöhen, Arbeitslosigkeit zu verringern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die Integration zu stärken.

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16. Oktober 2017

Hubertus Bardt Afrika: Viele Probleme, viele ChancenArrow

Der afrikanische Kontinent wird von Europäern oft als ein einziges Land wahrgenommen, tatsächlich aber beheimatet er 54 Staaten mit teils sehr unterschiedlichen geografischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen. Die Prognosen für Afrika reichen von „dauerhafter Krisenkontinent“ bis zur „globalen Wirtschaftsmacht“. Für eine bessere Vorhersage lohnt ein genauerer Blick. mehr auf iwd.de

26. September 2017

Judith Niehues / Martin Beznoska Vermögen: Auf die Rente kommt es anArrow

Häufig wird in der deutschen Gerechtigkeitsdebatte auf die relativ hohe Vermögensungleichheit verwiesen. Wie ein internationaler Vergleich zeigt, ist diese Ungleichheit allerdings nichts Ungewöhnliches: Sie ist meist dort besonders hoch, wo der Staat über ausgeprägte Sicherungssysteme verfügt – wie die Bundesrepublik. mehr auf iwd.de

Seit 2005 hat sich die Einkommensschere nicht weiter geöffnet
Interview, 21. September 2017

Judith Niehues im General-Anzeiger Bonn Seit 2005 hat sich die Einkommensschere nicht weiter geöffnetArrow

Ein „bedingungsloses Kapitaleinkommen“ für alle Bürger steht seit Längerem zur Debatte. Es soll die soziale Ungleichheit bekämpfen. Die soziale Ungleichheit habe nur zeitweise zugenommen, sagt die Ökonomin Judith Niehues vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr