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In den vergangenen Jahren wurden die Erneuerbaren Energien kräftig ausgebaut, sodass mehr Strom erzeugt wurde, als das Netz aufnehmen kann. Foto: Adam Smigielski/iStock

Anders als viele Kritiker bemängeln, leitet die EEG-Reform nicht das Ende der Energiewende ein. Schließlich werden Erneuerbare Energien weiterhin gefördert, aber nur noch eine vordefinierte Menge. Damit will die Bundesregierung gewährleisten, dass die geplanten Anteile des Stroms aus Erneuerbaren Energiequellen eingehalten werden – der Ausbau hat die Erwartungen in der Vergangenheit mehrfach übertroffen. Dadurch sind einerseits die Ausgaben deutlich gestiegen und andererseits wurde mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt, als das Netz aufnehmen kann. Wer nun aber darauf spekuliert, dass die sogenannte EEG-Umlage sinkt, hofft vergebens. Allerdings könnte der Kostenanstieg durch die EEG-Umlage, die jeder Stromkunde zur Finanzierung der Erneuerbaren Energien zahlt, zumindest abgeschwächt werden.

Die Bundesregierung verschenkt in puncto Kostensenkung jedoch eine große Chance, weil erneuerbare Energien auch künftig nicht untereinander in den Wettbewerb treten müssen: Jede Technologie erhält ihre eigene Ausschreibungsmenge. Auch an anderer Stelle wird es teurer, vor allem durch den Netzausbau, den die Stromkunden bezahlen müssen.

Das neue EEG ist ein erster und wichtiger Schritt in Richtung mehr Wettbewerb. Der Mut für den großen Wurf ist allerdings erneut ausgeblieben und ein Ende des Subventionsdschungels ist nicht in Sicht. Denn dafür müsste die Regierung die Anlagenbetreiber stärker an den Preisrisiken beteiligen. Außerdem muss die Politik den Strommarkt fit für die Marktwirtschaft machen – denn aktuell verdient kaum ein Kraftwerk ohne Förderung ausreichend Geld.

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20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de