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522.232 neue Ausbildungsverträge wurden laut jüngstem Berufsbildungsbericht im Jahr 2014 abgeschlossen, 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Diesen Rückgang spüren die potenziellen Ausbildungsbetriebe: Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen erreichte im Jahr 2014 einen Höchststand. Leicht verbessert hat sich die Situation hingegen aus Bewerbersicht, da auf eine angebotene Stelle weniger Bewerber kamen und die Zahl der unversorgten Bewerber mit knapp 21.000 um 0,8 Prozent leicht zurückging.

Die duale Ausbildung bleibt trotz dieser Entwicklung ein Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die im internationalen Vergleich niedrigste Jugendarbeitslosigkeit spricht für die hohe Integrationskraft des Systems. Um es weiter zu stärken haben sich Ende 2014 die Bundesregierung, die Länder, die Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit zusammengeschlossen und die Allianz für Aus- und Weiterbildung gegründet. Deren Ziel ist es, neue Personengruppen für die Ausbildung zu erschließen. So werden im Ausbildungsjahr 2015/16 beispielsweise bis zu 10.000 assistierte Ausbildungsplätze angeboten. Diese Ausbildungsform unterstützt leistungsschwächere und sozial benachteiligte Jugendliche aber auch Betriebe, die diese Jugendlichen ausbilden. Darüber hinaus sollen durch eine frühzeitige Berufsorientierung – auch an Gymnasien – oder auch die gezielte Ansprache von Studienabbrechern mehr junge Menschen für die duale Ausbildung gewonnen werden.

Die derzeitigen Probleme bei der Besetzung der Ausbildungsstellen spüren insbesondere kleine und Kleinstbetriebe. Im Wettbewerb um die knapper werdenden Ausbildungsbewerber ziehen sie gegenüber Mittel- und Großunternehmen häufig den Kürzeren, da die größeren Firmen von Jugendlichen als attraktiver wahrgenommen werden. Gerade für die kleineren Ausbildungsbetriebe könnte die assistierte Ausbildung also interessant und sinnvoll sein.

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Gastbeitrag, 19. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl auf Focus Online Motor der Wirtschaft: Die EU muss mehr für den Mittelstand tun Arrow

Der Mittelstand ist nicht nur das Rückgrat der deutschen, sondern auch der europäischen Wirtschaft. Doch bisher tut die EU zu wenig, um die kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Was sich ändern muss. Ein Gastbeitrag von Klaus-Heiner Röhl, Senior Economist im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr

IW-Analyse, 14. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl Europäische MittelstandspolitikArrow

Die wirtschaftsrelevante Politik der Europäischen Union beeinflusst in vielfältiger Weise die fast 23 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie den größeren Mittelstand in den 28 Mitgliedsländern. Jedoch existiert eine eigenständige EU-Mittelstandspolitik bislang nur bruchstückhaft. mehr

12. Juni 2017

Christiane Konegen-Grenier Erasmus: Ein Ticket für neun Millionen Menschen Arrow

Das europäische Erasmus-Programm, das in diesem Juni seinen 30. Geburtstag feiert, hat zunächst nur Studenten finanziell unterstützt, die ein Auslandssemester absolvieren wollten. Mittlerweile fördert das zu Erasmus+ umgetaufte Projekt nicht nur einen deutlich größeren Personenkreis, sondern umfasst auch sämtliche Bildungsbereiche. Allein 2015 investierte Brüssel dafür mehr als 2,1 Milliarden Euro. mehr auf iwd.de