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Exportüberschuss Handel Quelle: vichie81 – Fotolia

Verschiedene Faktoren führen dazu, dass es unterschiedliche Befunde für die Entwicklung der Exporte und Importe Deutschlands und deren Saldo gibt:

Zunächst entspricht der Leistungsbilanzsaldo aus der sogenannten Zahlungsbilanzstatistik nicht ganz dem Außenbeitrag der VGR. Letzterer enthält zum Beispiel nicht die grenzüberschreitenden Erwerbs- und Vermögenseinkommen.

Außerdem – und das ist entscheidend – basiert der Leistungsbilanzsaldo auf sogenannten nominalen Werten. Er beinhaltet somit auch die Preisentwicklung. Dagegen liegt der Außenbeitrag der VGR auch auf preisbereinigter Basis vor – und diese ist beim Wachstum relevant. Während die realen Exporte im Jahr 2013 um 0,6 Prozent zulegten, stiegen die realen Importe gleichzeitig mehr als doppelt so stark an (plus 1,3 Prozent). Folglich ging der reale, also preisbereinigte Außenbeitrag im Jahr 2013 spürbar zurück – und bremste damit auch das Wirtschaftswachstum hierzulande, da gütermäßig im Vergleich zum Vorjahr mehr importiert als exportiert wurde.

Dieser negative Wachstumseffekt resultiert letztlich daraus, dass die Importpreise im vergangenen Jahr, nicht zuletzt wegen der Aufwertung des Euro, mit 1,9 Prozent deutlich stärker sanken als die Exportpreise, bei denen ein Rückgang in Höhe von 0,5 Prozent zu verzeichnen war. Beides ist Ausdruck der schleppenden Weltkonjunktur.

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14. November 2017

Cornelius Bähr M+E-Industrie: Wettbewerb im WandelArrow

Durch die Globalisierung wurden die Karten auf den Gütermärkten neu gemischt. In der Metall- und Elektro-Industrie konnten neue Wettbewerber substanziell Marktanteile hinzugewinnen. Deutschland hat durch eine hohe Exportorientierung und eine starke Integration in grenzüberschreitende Produktionsnetzwerke seine gute Position gehalten. mehr auf iwd.de

Auch EU-Partner profitieren vom deutschen US-Exporterfolg
IW-Kurzbericht, 5. Oktober 2017

Manuel Fritsch / Galina Kolev / Jürgen Matthes Auch EU-Partner profitieren vom deutschen US-ExporterfolgArrow

Im Rahmen der Debatte über das US-Leistungs­bilanzdefizit fokussiert Donald Trump seine Kritik immer wieder auf Deutschland. Doch im Fall eines Handelskriegs wäre Deutschland nicht allein davon betroffen. Denn in den EU-Partnerländern hängen hunderttausende Arbeitsplätze über die Vorleistungsverflechtung an den deutschen US-
Exporten. mehr

29. August 2017

Matthias Diermeier / Henry Goecke / Adriana Neligan Riskante RohstoffquellenArrow

Vor allem die deutsche Industrie ist auf Rohstofflieferungen aus dem Ausland angewiesen. Der Wert dieser Importe hat sich zwischen 1995 und 2011 verfünffacht. Auch der Anteil der Einfuhren aus politisch und wirtschaftlich besonders risikobehafteten Ländern ist gestiegen – auf mittlerweile deutlich über 60 Prozent. mehr auf iwd.de