Demografischer Wandel Image
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Unter den 80 Millionen Einwohnern in Deutschland befinden sich rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Aufgrund des demografischen Wandels wird vor allem die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund in den nächsten Jahrzehnten besonders stark schrumpfen - rund 45 Prozent sind 50 Jahre oder älter. Der Anteil der älteren Migranten beträgt hingegen nur 25 Prozent.

Um die Zahl der Einwohner hierzulande zu stabilisieren, ist es wichtig, Deutschland für Zuwanderer attraktiv zu machen. Untersuchungen des IW Köln zeigen, dass durch eine Zunahme der jährlichen Nettozuwanderung um 100.000 die jährliche Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) langfristig um 0,2 Prozentpunkte zunimmt. Dies lohnt sich auch für den Einzelnen, da auch das BIP je Einwohner und damit der Wohlstand durch Zuwanderung steigen. Der Effekt ist umso höher, je besser qualifiziert die Zuwanderer sind und je besser sie in den Arbeitsmarkt integriert sind. Deutschland sollte also die Willkommens- und Anerkennungskultur stärken, um sowohl die Bevölkerungsgröße zu stabilisieren als auch Wachstum und Wohlstand zu sichern.

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Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr

22. Juni 2017

Berit Schmiedendorf 110.000 neue BundesbürgerArrow

Rund 110.000 Ausländer haben sich im Jahr 2016 in Deutschland einbürgern lassen - gut 3.000 mehr als 2015. In den Jahren 2013 und 2014 war die Zahl der neuen Bundesbürger noch zurückgegangen. mehr auf iwd.de

18. Mai 2017

Wido Geis Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer gut 293.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, ist das neue Investitionsprogramm des Bundes zur Kita-Finanzierung ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de