Das Nationale Stipendienprogramm Image
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Wirtschaft, private Mäzene und Staat sollen die mindestens zweisemestrigen Stipendien in Höhe von 300 Euro monatlich gemeinsam finanzieren. Jedes achte Unternehmen vergibt bereits Stipendien – in erster Linie, um Fachkräfte zu gewinnen. Die Betriebe werden sich somit umso stärker beteiligen, je mehr sie dieses Interesse in die Auswahlverfahren der Stipendiaten einbringen können. Für die Hochschulen wiederum wird es leichter sein, zahlende Partner zu gewinnen, wenn sie gut mit der Wirtschaft vernetzt sind. So kann das nationale Stipendienprogramm einen Anreiz bieten, mehr Brücken in die Praxis zu bauen – was letztlich allen Studenten etwas bringt.

Bei allem Positiven gibt es bei der Studienfinanzierung jedoch noch Einiges zu tun. Die Vielzahl der insgesamt 28 Subventionen von reduzierten Krankenkassenbeiträgen über verbilligte Fahrscheine bis hin zu steuerlichen Ausbildungsfreibeträgen führt unterm Strich dazu, dass Studenten mit wohlhabendem Hintergrund in nahezu ähnlicher Höhe gefördert werden wie ihre weniger gut begüterten Studienkollegen. Hier müssten die Mittel in einem neuen Bafög besser verteilt werden, das einerseits höhere Stipendienanteile für die Studierenden aus einkommensschwachen Familien zulässt und andererseits einen zinsgünstigen, staatlich garantierten Bundesstudienkredit für alle bietet.

Gutachten, 26. Oktober 2017

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Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

IW-Trends, 26. Oktober 2017

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Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr

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Gutachten, 2. Oktober 2017

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Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr