Bundeswehrreform Image
Quelle: Fotolia

Fakt ist: Die Bundeswehr schrumpft von 248.000 auf zukünftig nur noch 185.000 Soldaten; darüber hinaus werden 21.000 Stellen von Zivilangestellten abgebaut. Die Reduktion um mehr als 80.000 Stellen wird sich auf die zuletzt 380 Standorte der Bundeswehr auswirken. Gleichwohl kämpft jede Landesregierung und jeder Bürgermeister darum, dass ihre bzw. seine Kasernen ungeschoren davonkommen.

Nun hat Verteidigungsminister de Maizière das neue Konzept vorgestellt. Danach werden 31 Standorte aufgegeben, 90 laufen auf Sparflamme weiter. Auf den ersten Blick werden die ostdeutschen Standorte verschont, nur fünf Kasernen machen dort dicht. Dies ist allerdings nicht strukturpolitischen Erwägungen geschuldet. Im Osten ist die Bundeswehr schon seit der letzten Reform im Jahr 2004 nur noch schwach vertreten. Die meisten Soldaten gibt es mit je ca. 50.000 in Niedersachsen und Bayern, wo nun Tabula rasa gemacht wird.

Der Wegfall von 20.000 Dienststellen scheint für den Freistaat angesichts einer Arbeitslosigkeit von 3 Prozent verkraftbar. Trotz Vollbeschäftigung gibt es aber auch im Süden Regionen, die sehr stark von der Bundeswehr leben. Auch Schleswig-Holstein ist massiv betroffen: Das ohnehin strukturschwache Land verliert nahezu die Hälfte seiner 25.000 Soldaten. Wo die Bundeswehr geht, werden allerdings auch Flächen für neue Zwecke frei. Zwar dürfte es schwer werden, nach Hahn, Zweibrücken, Memmingen und Weeze am Niederrhein weitere Airports für Billigflieger zu etablieren. Aber mit etwas Phantasie und unternehmerischem Gespür kann vom Feriendorf bis zum Logistikzentrum so manches neue Gewerbe angesiedelt werden; in Städten können Kasernen auch zu Wohnungen umgebaut werden.

Voraussetzung dafür, dass die Konversion gelingt, ist eine flexible Herangehensweise der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die sich frühzeitig mit den Kommunalvertretern abstimmen sollte. Zum Teil ist bislang eine Nachnutzung ehemaliger Standorte an unrealistischen Preisvorstellungen der Behörde gescheitert – hier sollte der Bund angesichts der Zahl der Schließungen neben der Einnahmeseite auch die Regionalentwicklung im Blick haben.

3. April 2017

Immobilien Pendler sind beim Immobilienkauf im VorteilArrow

Im Schnitt geben die Bundesbürger 242.000 Euro aus, wenn sie in Deutschland eine Immobilie kaufen. Für diesen Preis gibt es in den begehrten Zentren einiger Großstädte gerade einmal ein kleines Appartement. Doch wer ein wenig flexibel ist, findet auch in den Metropolregionen erschwingliches Wohneigentum. mehr auf iwd.de

Wer Weg in die Gigabit-Gesellschaft
Gutachten, 13. Februar 2017

Sebastian van Baal / Bernd Beckert / Roman Bertenrath / Manuel Fritsch / Christian Helmenstein / Anna Kleissner / Karl Lichtblau / Agnes Millack / Thomas Schleiermacher / Manfred Stadlbauer / Klaus Weyerstraß / Ralf Wiegand Der Weg in die Gigabit-GesellschaftArrow

Startpunkt der in dieser Studie unternommenen Reise zur Gigabit-Gesellschaft ist eine Standortbestimmung. Sie beginnt mit Fragen: Wo stehen wir gegenwärtig in der Digitalisierung, was ist der Status quo? Hinzu gesellen sich schnell weitere Fragen: Was ist überhaupt Digitalisierung? Wie groß ist das hierbei zu verarbeitende Datenvolumen und woher kommt dieser Datenhunger überhaupt? Was muss getan werden, um ihn zu stillen? mehr

Zuwanderung in die Großstädte
Gutachten, 7. Februar 2017

Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Zuwanderung in die Großstädte und resultierende WohnungsnachfrageArrow

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen. mehr