Bundeshaushalt Image
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Erst dann soll die Neuverschuldung des Bundes mit knapp 46 Milliarden Euro wieder unter dem Niveau von 2009 liegen. Wenn es hart auf hart kommt, müssten somit künftig 20 Prozent des Bundeshaushalts für Zinszahlungen aufgewendet werden. Hinzu kommen die Schulden aus dem Investitions- und Tilgungsfonds in Höhe von 21 Milliarden Euro – ohne Aufstockung der Abwrackprämie. Dies ist ein Sondervermögen des Bundes, das separat abgerechnet wird, für das der Bund aber trotzdem Zinsen und Tilgung leisten muss. Insgesamt entstehen so bis 2013 über 330 Milliarden Euro neue Schulden. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Bei einem Zinssatz von 4,5 Prozent beispielsweise muss der Bund nach 2013 zusätzlich rund 15 Milliarden Euro an Zinsausgaben pro Jahr schultern - 2009 werden knapp 42 Milliarden Zinsen fällig. Dies entspricht einem Anstieg von fast 25 Prozent. Das ist aber nur die Rechnung für niedrige Zinsen. Sollten die Zinsen für den Bund 2014 auch nur 1 Prozentpunkt höher liegen als geschätzt, nehmen die jährlichen Zinsverpflichtungen um 3 Milliarden Euro zu. Insgesamt würden dann knapp 60 Milliarden Euro jährlich an Zinsen fällig. Das wären knapp 20 Prozent des Bundeshaushalts.

Gutachten
Gutachten, 18. Mai 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Ein Tilgungsplan für Deutschlands Staatsschulden zur Begrenzung der ZinslastArrow

Der Tilgungsplan kann dafür sorgen, drohende Haushaltsbelastungen einer Zinswende zu kompensieren. Bei einem moderaten Anstieg des auf die Staatsschulden fälligen Durchschnittszinses um 1 Prozentpunkt über zehn Jahre müsste der Staat anfangs 22,5 Milliarden Euro pro Jahr tilgen, um die Zinsausgabenquote, also das Verhältnis von Zinsausgaben zur Wirtschaftskraft, konstant zu halten. mehr

5. Mai 2017

Landtagswahl Schuldenkönige an Rhein und RuhrArrow

Nordrhein-Westfalen ist ein Land mit einem chronischen Haushaltsdefizit. Auch für 2017 hat die amtierende Landesregierung neue Schulden vorgesehen. Trotz der wenig soliden Finanzlage plädieren alle Parteien im laufenden NRW-Wahlkampf für zusätzliche Ausgaben. mehr auf iwd.de

In der Falle der niedrigen Zinsen
Gastbeitrag, 27. April 2017

Hubertus Bardt auf n-tv.de In der Falle der niedrigen ZinsenArrow

Die Europäische Zentralbank berät wieder über die Leitzinsen. Sie werden wohl auf ihrem Rekordtief bleiben. Durch diese Politik gerät das zentrale Problem im Euroraum in Vergessenheit: die extrem hohen Staatsschulden. Ein Gastkommentar auf n-tv.de von Hubertus Bardt, Geschäftsführer im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr