Der EU-Vertrag sieht nach einer Austrittsankündigung eindeutig eine zweijährige Frist für Verhandlungen mit der EU vor, um die zukünftigen Beziehungen zu klären. Diese Frist kann nur verlängert werden, wenn alle EU-Mitgliedsstaaten zustimmen. Das erscheint jedoch mehr als unwahrscheinlich, sollten die Verhandlungen von britischer Seite mit aller Härte geführt werden.

Die EU wird nicht zulassen, dass sich die Briten die Rosinen herauspicken, also die Dinge behalten, die ihnen nützen, und diejenigen loswerden, die ihnen missfallen – und das auch noch sofort. Denn das Vereinigte Königreich wird nicht am längeren Hebel bei den Verhandlungen sitzen, allein schon, weil die Briten wirtschaftlich viel mehr auf die EU mit ihrem großen Absatzmarkt angewiesen sind als umgekehrt.

Darüber hinaus deuten zahlreiche politische Äußerungen aus Brüssel und von wichtigen EU-Partnern darauf hin, dass man auf EU-Seite harte Kante in den Verhandlungen zeigen wird. Ein auf die britischen Bedürfnisse maßgeschneidertes Abkommen lässt sich so wohl nicht erzielen – und erst recht nicht innerhalb der Zweijahresfrist.

IW-Kurzbericht

Berthold Busch / Jürgen Matthes: Brexit – Das Vereinigte Königreich vor dem Austritt aus der EU?

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Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

Brexit
IW-Nachricht, 19. Juni 2017

Jürgen Matthes Brexit: Missverständnisse vermeidenArrow

Fast ein Jahr nach dem Referendum beginnen heute die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Lage scheint vertrackt, doch in der öffentlichen Debatte wird die bisherige Position der britischen Regierung häufig missverstanden – und damit auch die Chancen für konstruktive Verhandlungen übersehen. mehr