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Hochschule Quelle: Klaus Eppele – Fotolia

Denn gäbe es hierzulande zu viele Akademiker, müsste sich das auch in wichtigen Kennzahlen des Arbeitsmarktes widerspiegeln. Doch diese belegen, dass Akademiker – vor allem jene, die Fächer im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) studiert haben – gefragt sind wie nie.

So hat sich die sogenannte Lohnprämie, also der Zusatz-Verdienst, der mit einem entsprechenden Bildungsabschluss einhergeht, eindeutig entwickelt: Während der Abstand der Lohnprämie zwischen Personen mit einem Abschluss der beruflichen Bildung und einem akademischen Abschluss mit einer Tätigkeit außerhalb des MINT-Bereichs über den betrachteten Zeitraum nahezu konstant geblieben ist, ist seit dem Jahr 2002 der Lohnabstand zwischen Akademikern in MINT-Berufen und Akademikern in sonstigen Berufen gestiegen. Im Jahr 2011, dem aktuellsten in der Statistik, hat dieser Abstand einen Rekordwert erreicht.

Bei der Arbeitslosenquote ergibt sich differenziert nach der Qualifikation ein ähnliches Bild. In den vergangenen Jahren hat mit steigender formaler Qualifikation das Arbeitslosigkeitsrisiko deutlich abgenommen. Die stark gestiegenen Hochschulabsolventenzahlen führten dabei nicht dazu, dass Personen mit Hochschulabschluss häufiger arbeitslos waren. Im Gegenteil: Im Jahr 2011 betrug die Arbeitslosenquote bei Akademikern nur 2,4 Prozent – ein Rekordtief seit der Wiedervereinigung.

Siehe dazu auch:

Johanna Wanka / Hans-Peter Klös / Axel Plünnecke / Joachim Möller / Wolfram F. Richter / Kerstin Schneider / Ludger Wößmann / Stefan Wolf: „Akademisierungswahn“: Studieren zu viele?, ifo Schnelldienst 23/2013, Seite 3 bis 24

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MINT-Herbstreport 2017
Gutachten, 16. November 2017

Christina Anger / Sarah Berger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2017Arrow

Erfolgreiche Innovationspolitik ist in erster Linie gleichbedeutend mit einer erfolgreichen Fachkräftesicherungspolitik, konkret im Bereich der besonders innovationsrelevanten MINT-Qualifikationen. Hier hat die Arbeitskräftelücke einen neuen Allzeit-Höchststand erreicht und lag Ende September 2017 bei 290.900 Personen, 42,9 Prozent höher als im Vorjahr. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr