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Der aktuelle Bildungsfinanzbericht zeigt, dass im Jahr 2006 insgesamt 8,5 Prozent des BIP für Bildung und Forschung ausgegeben wurden. Auf den Bildungsbereich entfielen 6,2 Prozent des BIP – 144,8 Milliarden Euro. Aufgrund des Rückgangs der Wirtschaftsleistung und der verschiedenen Ausgabenprogramme dürfte der Ausgabenanteil am BIP in diesem Jahr deutlich höher sein und knapp unter 7 Prozent liegen. Dennoch müssten nach 2010 jährlich Mittel im zweistelligen Milliarden-Bereich ausgegeben werden, um das gesteckte 10-Prozent-Ziel zu erreichen.

Dieses Geld sollte der Staat langfristig einsetzen, um den Fachkräftemangel einzudämmen. Investiert die öffentliche Hand beispielsweise jährlich knapp 10 Milliarden Euro in eine bessere frühkindliche Förderung, das heißt in zusätzliche Kita-Plätze, besser qualifiziertes Personal sowie in zusätzliche Ganztagsschulen und Extra-Kapazitäten an den Hochschulen, so nimmt nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln langfristig das Wirtschaftswachstum um jährlich 0,1 Prozentpunkte zu. Mit dem BIP klettern auch die Einnahmen aus Steuern und Sozialversicherungen. Jeder eingesetzte Euro rentiert sich so bis zum Jahr 2030 mit rund 8 Prozent.

IW-Kurzbericht, 26. März 2017

Jürgen Matthes Wirtschaftsentwicklung in SüdeuropaArrow

Die Wirtschaftslage in Südeuropa ist derzeit von deutlichen Unterschieden geprägt. Vor allem die Erfolge in Spanien und Portugal zeigen, dass Strukturreformen sich lohnen und ein Aufräumen im Bankensektor unerlässlich ist, das in Italien noch aussteht. mehr

Deutsche Unternehmen sehen den Brexit gelassen
IW-Kurzbericht, 23. Januar 2017

Michael Grömling / Jürgen Matthes Deutsche Unternehmen sehen den Brexit gelassenArrow

Das Vereinigte Königreich (UK) will zwar aus dem Binnenmarkt austreten, mit einem umfassenden Freihandelsabkommen aber einen weitgehenden Zugang zu den EU-Absatzmärkten behalten. Es ist jedoch fraglich, ob sich die Europäische Union darauf einlässt. Die Brexiteers behaupten, dass vor allem deutsche Unternehmen, die sich um ihre Exporte in das UK sorgen, auf weiche Kompromisse zugunsten der Briten drängen, um weiterhin möglichst ungehindert Handel treiben zu können. Eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) stellt diese Sichtweise jedoch infrage. mehr

IW-Trends, 16. Januar 2017

Tobias Hentze / Galina Kolev Gesamtwirtschaftliche Effekte der Flüchtlingsmigration in DeutschlandArrow

Auf der einen Seite sind die Effekte der Flüchtlingsmigration auf das Pro-Kopf-Einkommen und die fiskalische Bilanz leicht negativ. Auf der anderen Seite steigern die höheren Staatsausgaben verbunden mit einer zunehmenden Anzahl erwerbstätiger Flüchtlinge das Wirtschaftswachstum. mehr