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Der aktuelle Bildungsfinanzbericht zeigt, dass Bildung nicht nur in Sonntagsreden eine hohe Bedeutung hat. Laut Bericht wurden im Jahr 2010 in Deutschland von öffentlicher und privater Hand 234,5 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben. Das waren rund 9,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und rund 10 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Für die kommenden Jahre ist es nicht zwingend nötig, den Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am BIP zu erhöhen, um das Bildungssystem zu verbessern: Von 2010 bis 2020 wird die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen um gut 15 Prozent sinken. Entsprechend reichen die aktuell verfügbaren Mittel aus, um die Rahmenbedingungen für eine individuelle Förderung zu verbessern und Ganztagsschulen auszubauen. Die Politik wäre allerdings gut beraten, wenn sie die Effizienz der Bildungsausgaben weiter erhöhte, indem sie durch mehr Autonomie der Schulen für einen Qualitätswettbewerb sorgt.

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IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr

IW-Kurzbericht, 29. September 2017

Hans-Peter Klös Entwicklung der Bildungsausgaben seit 1995Arrow

Die Bildungsausgaben in Deutschland sind seit 1995 von allen öffentlichen Ausgaben am stärks­ten gewachsen. Sie sind pro Kopf um ein Drittel gestiegen, der Anteil an den öffentlichen Ausgaben der Länder liegt inzwischen bei über 20 Prozent. mehr

21. September 2017

Christiane Konegen-Grenier Neun Wege zur Hochschule der ZukunftArrow

Die deutschen Universitäten und Fachhochschulen hinken in puncto Digitalisierung und Internationalisierung hinterher. Und auch die Lehre lässt vielerorts zu wünschen übrig, wie die teils hohen Abbrecherzahlen zeigen. Die Hochschulpolitik und -finanzierung braucht deshalb neue Konzepte, die auch den Bund einbinden. mehr auf iwd.de