Betreuungsgeld für Kita-Plätze Image
Der Bund sollte die Mittel für das Betreuungsgeld für mehr Kita-Plätze und Sprachförderung insbesondere für Flüchtlingskinder nutzen. Quelle: Petro Feketa – Fotolia

Das Bundesverfassungsgericht hat das Betreuungsgeld gekippt. Der Bund sollte die Finanzmittel, die jetzt frei werden, nutzen, um die frühkindliche Förderung zu fördern – für mehr Kita-Plätze und Sprachförderung insbesondere für Flüchtlingskinder.

Dass das sinnvoll ist, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bereits in einem Gutachten aus dem Jahr 2010 gezeigt. Durch zusätzliche Investitionen in den Kita-Ausbau, Sprachförderprogramme, individuelle Förderung in Schulen und Ganztagsangebote können vor allem die Kompetenzen von Kindern von Zuwanderern deutlich erhöht werden. So können die Kinder von Zuwanderern besser an der Gesellschaft teilhaben. Zugleich führt die Förderung der Flüchtlingskinder in der Zukunft zu weniger Aufwand für Nachqualifizierung, einen besseren Übergang in die berufliche Bildung, einer höheren Beschäftigung und somit zu mehr Einnahmen der öffentlichen Hand und weniger Ausgaben für Sozialhilfe.

Unterm Strich ergibt sich über einen Zeitraum von gut 20 Jahren eine Rendite für die öffentliche Hand von rund 4 Prozent – denn die Sozialausgaben sinken und die Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben legen zu. Doch nicht nur der Staat profitiert, auch die Gesellschaft insgesamt. Denn in 15 bis 20 Jahren werden die Fachkräfte aufgrund des demografischen Wandels besonders knapp. Heutige Investitionen in die Frühförderung helfen dann, dass Angebot an Auszubildenden und jungen Fachkräften zu erhöhen. Der Vorschlag des DGB ist damit aus humanitären Gründen und aus ökonomischer Sicht zu begrüßen.

Ansprechpartner

23. März 2017

Doppelinterview „Der Papierkram ist für die Unternehmen eine Zumutung“Arrow

Mithilfe von 150 Willkommenslotsen unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen in allen praktischen Fragen der Flüchtlingsintegration. Birgit Barfuß ist eine dieser Lotsinnen. Auf ihren Job vorbereitet hat sie das KOFA-Team des IW Köln, zu dem Sarah Pierenkemper gehört. Im iwd-Interview berichten die beiden, welche organisatorischen und kulturellen Hürden bei der Vermittlung von Flüchtlingen zu überwinden sind. mehr auf iwd.de

20. März 2017

Integration So fassen Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt FußArrow

Die Wirtschaft spielt bei der Integration von Flüchtlingen eine wichtige Rolle: Viele Unternehmen bieten den Zuwanderern Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze. Der Staat könnte das Engagement der Firmen durch passende Unterstützungsmaßnahmen und eine bessere Informationspolitik noch stärken. mehr auf iwd.de

Beschäftigung und Qualifizierung von Flüchtlingen
IW-Trends, 17. März 2017

Regina Flake / Svenja Jambo / Sarah Pierenkemper / Paula Risius / Dirk Werner Beschäftigung und Qualifizierung von Flüchtlingen in UnternehmenArrow

Inzwischen hat fast jedes sechste Unternehmen Erfahrung mit der Integration von Geflüchteten gemacht. Mehr Informationen über Informations- und Unterstützungsangebote und ihren Nutzwert könnten auch Unternehmen ohne Erfahrung dazu motivieren, zukünftig Flüchtlinge zu beschäftigen. mehr