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Seit langem verkündet die OECD gebetsmühlenartig im jährlichen Bericht „Bildung auf einen Blick“, dass Deutschland zu wenig Akademiker ausbilde. So heißt es auch 2010 wieder: Nur 36 Prozent eines Jahrgangs starteten hierzulande im Jahr 2008 in ein Studium, während der OECD-Durchschnitt bei 56 Prozent liegt. Experten aus Deutschland halten dem stets entgegen, dass die OECD die Qualifizierungsleistungen der dualen Berufsausbildung bei diesem Vergleich nicht ausreichend berücksichtige. So schließen 56 Prozent eines Altersjahrgangs hierzulande eine berufliche Ausbildung ab.

Nun legt die OECD erstmals eine längere Studie zur Berufsbildung in Deutschland vor, in der sie diese Argumente aufgreift und bestätigt. Demnach leistet die berufliche Bildung in Deutschland einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt und ist ein entscheidender Faktor für die im internationalen Vergleich geringe Jugendarbeitslosigkeit. Allerdings finden diese Ergebnisse bislang noch nicht entsprechenden Niederschlag im „Bildung auf einen Blick“-Bericht. Der Widerspruch zwischen den Studien wird umso deutlicher, da in diesem Jahr beide am gleichen Tag veröffentlicht wurden.

IW-Report
IW-Report, 15. September 2017

Christian Friesl / Wido Geis / Martin Hörmann / Patrick Schellenbauer / Fabian Schnell / Clemens Wallner Migration und Arbeitsmärkte in Deutschland, Österreich und der SchweizArrow

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. mehr

Dreiländertreffen
Pressemitteilung, 7. September 2017

Dreiländertreffen Demografischer Wandel: Zuwanderung ist nötigArrow

Deutschland, Österreich und die Schweiz müssen sich stärker um Fachkräfte aus dem Ausland bemühen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), der österreichischen Industriellenvereinigung (IV) und von Avenir Suisse. Die konkreten Lösungswege unterscheiden sich jedoch in den drei Ländern. mehr

Fachkräfteengpass
Interview, 30. August 2017

Oliver Koppel im Deutschlandfunk „Wir brauchen eine stärker arbeitsmarktorientierte Zuwanderung”Arrow

Was tun gegen den Fachkräfteengpass? Oliver Koppel vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) setzt unter anderem auf Zuwanderung. Die müsse allerdings besser organisiert werden, sagte er im Deutschlandfunk. Er zeigte sich von der Politik in dieser Hinsicht enttäuscht - insbesondere von der Union. mehr