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Deutschland erhält wegen seines soliden Wirtschafts- und Beschäftigungswachstums zwar insgesamt ein gutes Testat im „Welt der Arbeit 2012“-Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dennoch gibt es von der Organisation einen Rüffel dafür, dass Deutschland mehr Niedriglohnempfänger hat als früher und es mit rund 25 Prozent aller Beschäftigten einen relativ hohen Anteil von „atypisch Beschäftigten“ gibt – also von Menschen mit Kurzzeitverträgen, Teilzeitkräfte, Minijobber und Zeitarbeitnehmer.

Diese Bewertung der ILO ist allerdings problematisch: Einmal davon abgesehen, dass es merkwürdig ist, Teilzeitarbeit als „atypisch“ einzuordnen, wird von der ILO ignoriert, dass der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland nur bezogen auf die Gesamtbeschäftigung, nicht aber bezogen auf die Erwerbsbevölkerung gestiegen ist. Denn für viele vormals Arbeitslose und Geringqualifizierte war ein niedrig entlohnter Job die Eintrittskarte in den Arbeitsmarkt: Heute hat Deutschland so viele Beschäftigte wie nie zuvor und mit 5,4 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote seit mehr als zwanzig Jahren. Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland beträgt mit etwa acht Prozent nur gut ein Drittel des EU-Durchschnitts. Auch Minijobs und Zeitarbeit haben zur günstigen Arbeitsmarktbilanz beigetragen, denn sie verdrängen keineswegs etablierte Beschäftigte, sondern ergänzen sie.

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Minijobber zufriedener als behauptet
IW-Nachricht, 25. April 2017

Geringfügige Beschäftigung Minijobber zufriedener als behauptetArrow

Arbeitnehmer wünschen sich sichere, gut bezahlte und interessante Jobs. Soweit das erwartbare Ergebnis einer nicht-repräsentativen Befragung der IG Metall. Überraschend ist dagegen, dass die Mehrheit der Beschäftigten laut der Umfrage eine Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung wünscht. Das steht im Widerspruch zu anderen empirischen Befunden. mehr

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft
IW-Report, 30. März 2017

Dominik H. Enste Schwarzarbeit und SchattenwirtschaftArrow

Über Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft wird vor allem in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen gesprochen. Sie dienen dann als eine Art Puffer und gleichen die Härten einer Rezession gerade für Personen mit geringeren oder mittleren Einkommen aus. Gerade in Südeuropa ist Schattenwirtschaft weitverbreitet. mehr

Schwarzarbeit
Pressemitteilung, 30. März 2017

Haushaltshilfen Schwarzarbeit weit verbreitetArrow

Die Bundesrepublik versucht seit genau 60 Jahren per Gesetz die Schwarzarbeit einzudämmen – mit äußerst mäßigem Erfolg, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: 75 bis 83 Prozent aller Haushaltshilfen in Deutschland sind nicht angemeldet. mehr