Jungakademiker auf Zeit Image
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Der Anteil der befristeten Arbeitsverträge an allen Beschäftigungsverhältnissen ist in den vergangenen Jahren recht konstant geblieben. Im Jahr 2005 waren 10,1 Prozent der Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) befristet beschäftigt. Im Jahr 2010 lag die Quote mit 10,6 Prozent nur leicht darüber. Auch die Befristungsquote der Arbeitnehmer bis 29 Jahre ist in dieser Zeit nicht nennenswert gestiegen.

Der öffentliche Dienst bietet traditionell besonders häufig befristete Arbeitsverträge an. Industrie und Banken weisen dagegen die niedrigsten Befristungsquoten vor. Mit einem Anteil von 15 Prozent treffen Befristungen überdurchschnittlich häufig Arbeitnehmer mit Universitätsabschluss. Promovierte Wissenschaftler arbeiten sogar zu 21 Prozent auf Zeit.

Das Statistische Bundesamt hat nun einen lange vermuteten Zusammenhang zwischen beiden Beobachtungen belegt: Hochschulen, die für Nachwuchsakademiker ein wichtiger Arbeitgeber sind, stellen überwiegend nur befristet ein. Auch im Gesundheitswesen und in der öffentlichen Verwaltung finden junge Hochschulabsolventen vergleichsweise selten feste Stellen.

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Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

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Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr

12. Juni 2017

Christiane Konegen-Grenier Erasmus: Ein Ticket für neun Millionen Menschen Arrow

Das europäische Erasmus-Programm, das in diesem Juni seinen 30. Geburtstag feiert, hat zunächst nur Studenten finanziell unterstützt, die ein Auslandssemester absolvieren wollten. Mittlerweile fördert das zu Erasmus+ umgetaufte Projekt nicht nur einen deutlich größeren Personenkreis, sondern umfasst auch sämtliche Bildungsbereiche. Allein 2015 investierte Brüssel dafür mehr als 2,1 Milliarden Euro. mehr auf iwd.de

Arbeit auf Abruf
IW-Kurzbericht, 30. Mai 2017

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Als Arbeit auf Abruf werden Beschäftigungsverhältnisse bezeichnet, bei denen Arbeitnehmer zwar eine festgelegte Dauer der Arbeitszeit haben, zeitlich jedoch nach Bedarf eingesetzt werden können. Noch ist wenig über die Verbreitung von Arbeit auf Abruf bekannt. Es wäre indes voreilig, hier pauschal ein neues Segment prekärer Arbeit zu vermuten. mehr