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Seit 2010 ist die Zahl der Baugenehmigungen kontinuierlich gestiegen. Grund für das jüngste Plus ist vor allem ein Anstieg der Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser (+8,8 Prozent). Auch der Bau von Wohnheimen verzeichnet mit mehr als 30 Prozent ein deutliches Plus.

Abzuwarten bleibt jedoch die regionale Verteilung – denn nicht überall werden neue Wohnungen benötigt. Auf der einen Seite beobachten Experten die angespannten Wohnungsmärkte in den Groß- und Universitätsstädten wie München, Berlin oder Hamburg, wo die Kauf- und Mietpreise stark angestiegen sind. Nur durch neuen Wohnraum kann die Situation hier an den Wohnungsmärkte entspannt werden und eine Gefahr von Überhitzungen, wie sie im Großraum München zu finden ist, verhindert werden. Auf der anderen Seite bedrohen hohe Leerstände schon heute vielerorts die Wohnqualität. Vor allem in schrumpfenden Regionen, wie etwa in Teilen von Sachsen, Brandenburg oder Nordrhein-Westfalen, besteht kein Bedarf an neuem Wohnraum, dort sollte lediglich der Bestand erhalten werden.

Die aktuellen Zahlen zeigen also: Der Immobilienmarkt reagiert auf die gestiegene Nachfrage und ist funktionsfähig. Doch wie lange noch? Neue gesetzliche Rahmenbedingungen wie die Mietpreisbremse und die Verwendung nicht adäquater Mietspiegel könnten die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.

Ideen für eine bessere Wohnungspolitik
Gutachten, 16. Oktober 2017

Michael Voigtländer / Ralph Henger Ideen für eine bessere WohnungspolitikArrow

Die Mieten und Preise in den Großstädten steigen stetig weiter und belasten zunehmend die Haushalte. Ursächlich hierfür ist ein starker Zuzug in die Städte und eine zu geringe Bautätigkeit. Um den Markt wieder zu entspannen, bedarf es daher einer deutlichen Ausweitung der Bautätigkeit, etwa über die Erschließung neuer Stadtviertel. Allerdings braucht dies Zeit, weshalb alternative Konzepte benötigt werden. mehr

Wohngeld
IW-Nachricht, 5. Oktober 2017

Ralph Henger / Judith Niehues Das Wohngeld muss zukunftsfest werden Arrow

Nach der Erhöhung des Wohngeldes ist die Zahl der Wohngeldempfänger zuletzt deutlich angestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt heute berichtet. Die Reform im vergangenen Jahr war überfällig, reicht aber längst nicht aus. Das Wohngeld sollte weiter gestärkt werden. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

Philipp Deschermeier / Björn Seipelt / Michael Voigtländer StudentenwohnpreisindexArrow

Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr