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Die neuen Eigenkapitalregeln, die Basel III genannt werden, sind eine wesentliche Konsequenz der Finanzkrise. Denn der durch die Europäische Bankenaufsicht durchgeführte Stresstest deckte hohe Milliardenlücken in den Bilanzen europäischer Banken auf. Das zentrale Ziel von Basel III ist daher, die Banken zu mehr eigenem Kapital von höherer Qualität zu bewegen, um selbst die Risiken aus Bankgeschäften besser abzusichern.

Damit wird das Risiko verringert, dass Staaten mit Rettungspakten einspringen müssen, wenn Banken in Schieflage geraten. Insbesondere erreicht man eine höhere Abdeckung durch Kernkapital der riskanten Bilanzpositionen. Mit Basel III wird so das Finanzsystem stabilisiert. Zumal die Banken auch die Risikobewertung verbessern müssen. Denn wer bei riskanten Geschäften mehr eigenes Kapital riskiert, der wird eine Fehlentwicklung deutlich stärker spüren als zuvor. Dadurch verändert sich das Risikoverhalten der Banken. Ihre Risikofreude sinkt, denn bei jedem riskanten Geschäft müssen sie mehr teures Eigenkapital vorhalten, das im Verlustfall eingesetzt werden muss. Daher ist Basel III nur zu begrüßen.

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Veranstaltung
Veranstaltung, 23. November 2017

20. Finanzmarkt Round-Table Der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik – Erlösung oder neuer Schock?Arrow

Während die einen ein schnelles Ende des Niedrigzinses herbeisehnen, befürchten andere einen neuen Schock mit Rückwirkungen auf die Stabilität der Finanzmärkte. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln, die DekaBank und die Börsen-Zeitung laden ein zum 20. Finanzmarkt Round-Table in Frankfurt am Main. mehr

Markus Demary in LSE Business Review
Gastbeitrag, 20. September 2017

Markus Demary in LSE Business Review The US should not roll back financial regulation Arrow

The Dodd-Frank Act is not perfect, but it's a framework that can mitigate systemic risks, writes Markus Demary, senior economist in the research unit financial and real estate markets at the Cologne Institute for Economic Research (Institut der deutschen Wirtschaft Köln). mehr

EZB: Geldpolitik braucht klare Grenzen
IW-Nachricht, 15. August 2017

Markus Demary EZB: Geldpolitik braucht klare GrenzenArrow

Zu Recht hat das Bundesverfassungsgericht heute Zweifel an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank geäußert und den Europäischen Gerichtshof erneut um Prüfung gebeten. Diesmal geht es um das Public Sector Purchase Program (PSPP), in dessen Rahmen die EZB bereits Anleihen im Wert von 1,6 Billionen Euro erworben hat. Die Grenzen der Wertpapierkäufe müssen dringend konkretisiert werden. mehr