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Gerade im Licht der jetzigen Wirtschafts- und Währungskrise sind die Forschungsthemen der zwei Preisträger hochaktuell. Wie verändert sich die Inflation, wenn die Zinsen kurzfristig angepasst werden? Was passiert, wenn die Zentralbank beschließt, ihr langfristiges Inflationsziel zu verändern? Sargent und Sims haben in ihren Arbeiten die Zusammenhänge zwischen wirtschaftspolitischen Entscheidungen auf der einen Seite und den makroökonomischen Variablen wie Inflation oder Beschäftigung auf der anderen Seite untersucht.

Thomas J. Sargent hat die permanenten Veränderungen der Wirtschaftspolitik analysiert. Zudem hat Sargent maßgeblichen Anteil an der Popularität der sogenannten rationalen Erwartungstheorie und sich damit beschäftigt, welche Folgen es hat, wenn Haushalte und Unternehmen ihre Erwartung gleichzeitig mit wirtschaftlichen Entwicklungen anpassen.

Christopher A. Sims hat untersucht, wie temporäre Veränderungen in der Wirtschaftspolitik die tatsächliche Wirtschaftsleistung eines Landes beeinflussen. Mithilfe seiner Arbeiten lassen sich etwa Prognosen erstellen, wie sich das Wirtschaftswachstum entwickeln wird, wenn das Zinsniveau verändert wird.Obwohl die beiden Wissenschaftler ihre Arbeiten unabhängig voneinander entwickelten, sind ihre Analysemethoden im Nachhinein untrennbar miteinander verbunden und gehören inzwischen zum Standardrepertoire eines jeden guten Makroökonomens.

IW-Trends, 18. Mai 2017

IW-Forschungsgruppe Konjunktur IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2017Arrow

Die deutsche Wirtschaft bleibt weiter auf Expansionskurs. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2017 um gut 1 ½ Prozent und im Jahr 2018 um 1 ¾ Prozent zulegen. Dabei bremst in diesem Jahr die geringere Anzahl an Arbeitstagen die gesamtwirtschaftliche Leistung. mehr

8. Mai 2017

Michael Grömling Konjunkturprognose: Beschäftigung erreicht neuen RekordArrow

Bereits seit 2013 wächst die deutsche Wirtschaft fast ununterbrochen – und das wird vorerst auch so bleiben. Zwar schwächt sich das Wachstum 2017 laut IW-Prognose ein bisschen ab, doch das hat vor allem statistische Gründe. Besonders erfreulich: In diesem und im nächsten Jahr werden insgesamt eine Million neue Arbeitsplätze entstehen und die Beschäftigung auf ein neues Rekordniveau hieven. mehr auf iwd.de

IW-Konjunkturumfrage und -prognose
IW-Pressemitteilung, 8. Mai 2017

IW-Forschungsgruppe Konjunktur IW-Konjunkturumfrage und -prognose: Weiter auf ExpansionskursArrow

Der deutschen Wirtschaft geht es gut – trotz Brexit und des unsicheren Kurses der US-Regierung. Entsprechend zuversichtlich blicken die Unternehmen in die Zukunft. Das wirkt sich auch auf die Konjunktur aus: Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von gut 1 ½ Prozent. mehr