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Gerade im Licht der jetzigen Wirtschafts- und Währungskrise sind die Forschungsthemen der zwei Preisträger hochaktuell. Wie verändert sich die Inflation, wenn die Zinsen kurzfristig angepasst werden? Was passiert, wenn die Zentralbank beschließt, ihr langfristiges Inflationsziel zu verändern? Sargent und Sims haben in ihren Arbeiten die Zusammenhänge zwischen wirtschaftspolitischen Entscheidungen auf der einen Seite und den makroökonomischen Variablen wie Inflation oder Beschäftigung auf der anderen Seite untersucht.

Thomas J. Sargent hat die permanenten Veränderungen der Wirtschaftspolitik analysiert. Zudem hat Sargent maßgeblichen Anteil an der Popularität der sogenannten rationalen Erwartungstheorie und sich damit beschäftigt, welche Folgen es hat, wenn Haushalte und Unternehmen ihre Erwartung gleichzeitig mit wirtschaftlichen Entwicklungen anpassen.

Christopher A. Sims hat untersucht, wie temporäre Veränderungen in der Wirtschaftspolitik die tatsächliche Wirtschaftsleistung eines Landes beeinflussen. Mithilfe seiner Arbeiten lassen sich etwa Prognosen erstellen, wie sich das Wirtschaftswachstum entwickeln wird, wenn das Zinsniveau verändert wird.Obwohl die beiden Wissenschaftler ihre Arbeiten unabhängig voneinander entwickelten, sind ihre Analysemethoden im Nachhinein untrennbar miteinander verbunden und gehören inzwischen zum Standardrepertoire eines jeden guten Makroökonomens.

IW-Kurzbericht, 26. März 2017

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Die Wirtschaftslage in Südeuropa ist derzeit von deutlichen Unterschieden geprägt. Vor allem die Erfolge in Spanien und Portugal zeigen, dass Strukturreformen sich lohnen und ein Aufräumen im Bankensektor unerlässlich ist, das in Italien noch aussteht. mehr

Deutsche Unternehmen sehen den Brexit gelassen
IW-Kurzbericht, 23. Januar 2017

Michael Grömling / Jürgen Matthes Deutsche Unternehmen sehen den Brexit gelassenArrow

Das Vereinigte Königreich (UK) will zwar aus dem Binnenmarkt austreten, mit einem umfassenden Freihandelsabkommen aber einen weitgehenden Zugang zu den EU-Absatzmärkten behalten. Es ist jedoch fraglich, ob sich die Europäische Union darauf einlässt. Die Brexiteers behaupten, dass vor allem deutsche Unternehmen, die sich um ihre Exporte in das UK sorgen, auf weiche Kompromisse zugunsten der Briten drängen, um weiterhin möglichst ungehindert Handel treiben zu können. Eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) stellt diese Sichtweise jedoch infrage. mehr

IW-Trends, 16. Januar 2017

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