Denn auf den zweiten Blick stellt sich die Frage, ob das Bruttoinlandsprodukt wegen der jüngsten Bevölkerungs- und Beschäftigtenzahlen nicht ebenfalls korrigiert werden muss. Schließlich werden zumindest Teile der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung, etwa staatliche Dienstleistungen, mit Hilfe der zugrundeliegenden Beschäftigung berechnet. Sind die Zahlen geringer, dürfte sich dies negativ auf die entsprechende Wirtschaftsleistung auswirken.

Ob die in Deutschland lebenden Menschen tatsächlich fleißiger waren als bisher gedacht, wird sich also erst zeigen, wenn beide Zeitreihen – Erwerbstätige und Wirtschaftsleistung – in revidierter Form vorliegen.