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Zwei Jahre nach Verlängerung des Ausbildungspakts zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft haben die Partner Bilanz gezogen. Demnach hat die Wirtschaft das Ziel, pro Jahr 60.000 neue Ausbildungsplätze zu schaffen, in den vergangenen beiden Jahren um jeweils rund 10.000 Stellen übertroffen. Die Zahl der neuen Ausbildungsbetriebe liegt ebenfalls deutlich über den Zusagen. Angepeilt waren 30.000, tatsächlich kamen 2011 und 2012 jeweils deutlich mehr als 40.000 ausbildende Unternehmen hinzu.

Das Angebot an Ausbildungsplätzen übersteigt damit inzwischen deutlich die Zahl der Bewerber. Im September vergangenen Jahres waren etwa 33.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Diesen standen rund 16.000 unversorgte Bewerber gegenüber. Für Schulabgänger ist es heute wesentlich einfacher als noch vor einigen Jahren, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Für die verbleibenden beiden Jahre des aktuellen Ausbildungspakts haben sich die Partner vorgenommen, die Teilzeitausbildung stärker zu fördern und zu bewerben. Angesichts abnehmender Schulabgängerzahlen und bereits bestehender Engpässe an beruflich qualifizierten Fachkräften ist dies ein lohnendes Vorhaben. Um den Fachkräftebedarf der Betriebe zu decken, ist es heute wichtiger denn je, alle verfügbaren Zielgruppen in die Ausbildung aufzunehmen. Gerade für Mütter und Väter kann ein Teilzeitangebot hilfreich sein, um die Ausbildung in ihren Alltag integrieren zu können. Voraussetzung dafür ist jedoch nicht nur ein entsprechender Ausbildungsplatz, benötigt werden auch die passenden Betreuungsangebote für die Kinder.

Ansprechpartner

21. März 2017

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Viele junge Leute mit Handicap absolvieren ihre Ausbildung in einem Berufsbildungswerk oder einer anderen geförderten Einrichtung. Dabei stehen viele Unternehmen einer betrieblichen Ausbildung von Menschen mit Behinderung durchaus offen gegenüber. Doch oft mangelt es schlicht an Kontakten. mehr auf iwd.de

20. März 2017

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Die Wirtschaft spielt bei der Integration von Flüchtlingen eine wichtige Rolle: Viele Unternehmen bieten den Zuwanderern Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze. Der Staat könnte das Engagement der Firmen durch passende Unterstützungsmaßnahmen und eine bessere Informationspolitik noch stärken. mehr auf iwd.de

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IW-Pressemitteilung, 16. März 2017

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Menschen mit Behinderung sind besonders häufig arbeitslos – obwohl viele Unternehmen einer betrieblichen Ausbildung dieser Menschen offen gegenüberstehen. Wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, fehlt es jedoch häufig an Ansprechpartnern und einer regionalen Vernetzung. mehr