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Zwei Jahre nach Verlängerung des Ausbildungspakts zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft haben die Partner Bilanz gezogen. Demnach hat die Wirtschaft das Ziel, pro Jahr 60.000 neue Ausbildungsplätze zu schaffen, in den vergangenen beiden Jahren um jeweils rund 10.000 Stellen übertroffen. Die Zahl der neuen Ausbildungsbetriebe liegt ebenfalls deutlich über den Zusagen. Angepeilt waren 30.000, tatsächlich kamen 2011 und 2012 jeweils deutlich mehr als 40.000 ausbildende Unternehmen hinzu.

Das Angebot an Ausbildungsplätzen übersteigt damit inzwischen deutlich die Zahl der Bewerber. Im September vergangenen Jahres waren etwa 33.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Diesen standen rund 16.000 unversorgte Bewerber gegenüber. Für Schulabgänger ist es heute wesentlich einfacher als noch vor einigen Jahren, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Für die verbleibenden beiden Jahre des aktuellen Ausbildungspakts haben sich die Partner vorgenommen, die Teilzeitausbildung stärker zu fördern und zu bewerben. Angesichts abnehmender Schulabgängerzahlen und bereits bestehender Engpässe an beruflich qualifizierten Fachkräften ist dies ein lohnendes Vorhaben. Um den Fachkräftebedarf der Betriebe zu decken, ist es heute wichtiger denn je, alle verfügbaren Zielgruppen in die Ausbildung aufzunehmen. Gerade für Mütter und Väter kann ein Teilzeitangebot hilfreich sein, um die Ausbildung in ihren Alltag integrieren zu können. Voraussetzung dafür ist jedoch nicht nur ein entsprechender Ausbildungsplatz, benötigt werden auch die passenden Betreuungsangebote für die Kinder.

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Ausbildungsplätze
IW-Nachricht, 2. November 2017

Regina Flake Ausbildungsplätze: Chancen nutzenArrow

Rein rechnerisch ist der Ausbildungsmarkt laut Bundesagentur für Arbeit (BA) sehr ausgeglichen: 549.800 Berufsausbildungsstellen standen 547.800 Bewerber gegenüber. Dennoch bleiben viele Stellen unbesetzt, gleichzeitig finden junge Menschen keinen Ausbildungsplatz. Schulen und Unternehmen müssen handeln. mehr

Gutachten, 26. Oktober 2017

Paula Risius / Lydia Malin / Regina Flake Ausbildung oder Studium? Arrow

Unternehmen können immer mehr Ausbildungsstellen nicht besetzen. Dies birgt die Gefahr, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mittelfristig ihre Ausbildungsaktivitäten zurückfahren, was gravierende Auswirkungen auf die Fachkräftesituation auf dem Arbeitsmarkt hätte. mehr

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr