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Laut Qualifizierungsmonitor des Bundeswirtschaftsministeriums geben insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) an, bei der Rekrutierung von Auszubildenden große (17 Prozent) oder zumindest mittlere Probleme (30 Prozent) zu haben. Bei den Großunternehmen sind es in den beiden Kategorien immerhin noch 5 respektive 23 Prozent.

Ein gewichtiger Grund für das Mismatch zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage liegt in der geringen Mobilität der Auszubildenden in spe. Denn die Jugendlichen leben natürlich nicht immer dort, wo ein passender Ausbildungsberuf angeboten wird, sind oftmals aber auch nicht bereit, für die Ausbildung umzuziehen – oder wissen gar nichts von der offenen Stelle. Neue Zahlen des BIBB zeigen, dass Unternehmen dieses Problem bereits erkannt haben: 63 Prozent schätzen demnach eine überregionale Rekrutierung, d. h. das Anwerben von Jugendlichen aus weiter entfernten Kommunen, als wichtig ein. Tatsächlich ist Rekrutierung sogar europaweit längst nicht mehr abwegig: Mit dem Projekt MobiPro-EU wirbt die Bundesregierung explizit für den Zuzug Jugendlicher aus anderen europäischen Staaten mit dem Ziel, dass diese in Deutschland eine Berufsausbildung absolvieren.

Um Angebot und Nachfrage an Ausbildungsplätzen zusammenzubringen, sollten vor diesem Hintergrund sowohl Unternehmen als auch ausbildungsinteressierte Jugendliche ihren Suchhorizont erweitern. Das bedeutet: Sie sollten jenseits des lokalen Arbeitsmarktes um Azubis werben bzw. gezielt nach Ausbildungsstellen suchen. Denn die duale Ausbildung in Deutschland ist einerseits noch immer eine verlässliche Berufsgrundlage für junge Menschen und hilft Unternehmen andererseits, ihren Fachkräftebedarf zu sichern.

Die Politik kann hierauf vor allem durch die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) unterstützend einwirken. Denn gerade junge Erwachsene, die ihre Ausbildung nicht im Heimatort antreten, können sich das häufig nicht allein aus eigenen Mitteln leisten. Unternehmen, aber auch Schulen sollten daher verstärkt für dieses Instrument werben und potentielle Auszubildende darüber informieren.

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12. Juni 2017

Christiane Konegen-Grenier Erasmus: Ein Ticket für neun Millionen Menschen Arrow

Das europäische Erasmus-Programm, das in diesem Juni seinen 30. Geburtstag feiert, hat zunächst nur Studenten finanziell unterstützt, die ein Auslandssemester absolvieren wollten. Mittlerweile fördert das zu Erasmus+ umgetaufte Projekt nicht nur einen deutlich größeren Personenkreis, sondern umfasst auch sämtliche Bildungsbereiche. Allein 2015 investierte Brüssel dafür mehr als 2,1 Milliarden Euro. mehr auf iwd.de

Veranstaltung, 11. Mai 2017

62. Bildungspolitisches Treffen Lernen und Arbeiten in der digitalen WeltArrow

Am 11. und 12. Mai 2017 fand das traditionelle Bildungspolitische Treffen im IW Köln mit großer Beteiligung statt. Ziel war es, gemeinsam mit den Teilnehmern auszuloten, welche Anforderungen und Chancen sich aus der Digitalisierung für das berufliche und betriebliche Lernen ergeben. mehr

MINT-Frühjahrsreport 2017
Gutachten, 10. Mai 2017

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Frühjahrsreport 2017Arrow

Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist von 2011 - 2014 um 10,6 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung wurde von Zuwanderung, einem höheren Frauenanteil und mehr Älteren begünstigt. Weniger günstig entwickelte sich die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften. mehr