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Im Jahresdurchschnitt 2012 gab es rund 320.000 Beschäftigte, die mehr als 800 Euro brutto verdienten und trotzdem ergänzendes Arbeitslosengeld II bezogen. Das waren zwar 20.000 mehr Personen als 2009, aber 30.000 weniger als im Jahr 2007, als die Statistik erstmals erhoben wurde. Von einem ansteigenden Trend kann also keine Rede sein.

Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Aufstocker über alle Gehaltsklassen hinweg nimmt im Trend ab. Hinzu kommt, dass seit 2009 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt um 1,6 Millionen zunahm. Mithin ist der Anteil der Beschäftigten, die zusätzliche Leistungen des Job-Centers in Anspruch nehmen müssen, rückläufig und betrug zuletzt gerade einmal rund 2 Prozent. Unter den Vollzeitbeschäftigten waren es sogar nur 1,4 Prozent – gegenüber 1,7 Prozent im Jahr 2007.

Letztlich muss außerdem berücksichtigt werden, dass die Notwendigkeit des Aufstockens keineswegs immer in niedrigen Löhnen zu suchen ist. Eine wichtige Rolle spielt die Frage, wie viele Menschen von dem Lohn leben müssen. So müsste beispielsweise ein vollzeitbeschäftigter verheirateter Alleinverdiener mit 2 Kindern einen Bruttostundenlohn von 13,60 Euro erzielen, um keinen Anspruch mehr auf ergänzendes Arbeitslosengeld II zu haben.

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Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

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