Hartnäckiges Vorurteil Image
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Auf den ersten Blick sieht es tatsächlich so aus, als ob für immer mehr Menschen das Arbeitseinkommen nicht reicht, um über die Runden zu kommen. Die Zahl der Erwerbstätigen, die zusätzlich zu ihrem Erwerbseinkommen Arbeitslosengeld II erhalten, ist im Jahr 2010 auf fast 1,4 Millionen gewachsen. Drei Jahre zuvor waren es noch 160.000 weniger. Die Zunahme liegt indes nicht daran, dass die Beschäftigten einen zu geringen Lohn erhalten und sie dementsprechend auf ergänzende Zahlungen vom Job-Center angewiesen sind. Vielmehr hat sich die Zahl derer erhöht, die sich zu ihrem ALG II in geringem Umfang etwas hinzuverdienen. Zwei Drittel der sogenannten Aufstocker sind lediglich teilzeitbeschäftigt, über ein Drittel macht sogar nur einen Mini-Job.

Auf der anderen Seite sind nur rund 311.000 Personen trotz einer Vollzeitbeschäftigung auf ergänzende Hilfe angewiesen, zum Beispiel weil sie einen großen Haushalt zu versorgen haben. Das entspricht gerade einmal 14,7 Promille der insgesamt Vollzeitbeschäftigten. Überdies heißt es immer wieder, die Zahl der Arbeitnehmer, die trotz Vollzeitjob nicht von ihrem Lohn leben könnten, nehme enorm zu. Das Gegenteil ist der Fall: Im Jahr 2007 gab es noch 351.000 vollzeitbeschäftigte Aufstocker, was 16,9 Promille der Beschäftigten entsprach.

13. April 2017

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Wen auch immer die Franzosen Anfang Mai zu ihrem neuen Staatsoberhaupt küren – er oder sie steht in jedem Fall vor großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen sind weitere Reformen nötig. mehr auf iwd.de

7. April 2017

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SPD-Politiker plädieren dafür, das Arbeitslosengeld I unter bestimmten Voraussetzungen länger als bisher zu gewähren. Dabei hat die Kürzung der maximalen Bezugsdauer im Zuge der Hartz-Reformen dazu beigetragen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. Die Argumente für die restriktivere Regelung gelten nach wie vor. mehr auf iwd.de

Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten
Gastbeitrag, 5. April 2017

Michael Hüther auf Tagesspiegel Causa Schulz setzt auf Emotionen statt Fakten Arrow

Kanzlerkandidat Schulz will die Fehler der Agenda 2010 korrigieren. Die Legitimation hierfür zieht er aus einem Einzelschicksal und nicht aus handfesten Beweisen. Mit solchen Vorgehen verlässt Politik trittsicher den Boden der Fakten, schreibt Michael Hüther in einem Debattenbeitrag auf causa.tagesspiegel.de. mehr