Aufstocker Image
Quelle: Fotolia

Mehr als jeder zweite Aufstocker verdient weniger als 400 Euro im Monat – er ist mithin nur in geringem Umfang erwerbstätig. Insbesondere Singles bevorzugen solche Mini-Jobs: Zwei Drittel der jobbenden „Einzelgänger“ mit ALG II sind mit weniger als 400 Euro Monatslohn zufrieden.

Immerhin 17,5 Prozent der Aufstocker verdienen sogar nur 100 Euro im Monat – also genau jenen Betrag, der nicht auf den ALG-II-Anspruch angerechnet wird. Je höher der Verdienst wird, desto stärker werden Transferleistungen gekürzt. Im Ergebnis lohnt sich die Vollzeitarbeit für viele nicht: Nur 350.000 Aufstocker arbeiten Vollzeit – ganze 1,6 Prozent der Vollzeitbeschäftigten insgesamt. Davon sind auch noch über 50.000 Auszubildende. Darüber hinaus ist die Zahl der Vollzeit-Aufstocker rückläufig: Vor zwölf Monaten waren es noch 410.000.

13. November 2017

Agnes Millack Schwerbehinderte noch besser integrierenArrow

Durch integrative Maßnahmen fanden in den vergangenen Jahren Menschen mit einer Schwerbehinderung in Deutschland häufiger einen Job. Doch viele Erwerbsfähige dieser Gruppe konnten bislang auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelt werden. Das gilt es zu ändern. mehr auf iwd.de

Armutsgefährdung
IW-Nachricht, 8. November 2017

Christoph Schröder Armutsgefährdung: In Deutschland unterdurchschnittlichArrow

Nach den neusten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist in Deutschland fast jeder Fünfte (19,7 Prozent) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser scheinbar hohe Wert ergibt sich aber vor allem durch die sehr weit gefasste Definition. mehr

Reform der Arbeitslosenversicherung – Eine Bewertung aktueller Reformvorschläge
IW policy paper, 7. November 2017

Holger Schäfer Reform der ArbeitslosenversicherungArrow

Dank hoher Beschäftigungszahlen steht die Arbeitslosenversicherung finanziell gut da. Nun werden Forderungen laut, die Leistungen auszuweiten. Doch die vorgeschlagenen Reformen würden die ökonomischen Funktionen der Arbeitslosenversicherung weder stärken noch effizienter gestalten, sie könnten sich sogar negativ auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt auswirken. mehr