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Aktuelle Zahlen aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) bekräftigen, dass das Mantra „die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher“ nicht stimmt. Diese Zahlen liegen aber erst seit kurzem vor, worauf die Regierung mit ihren Korrekturen im Armuts- und Reichtumsbericht reagiert hat.

Bei der relativen Einkommensarmut hat sich seit 2005 in den Statistiken nicht viel bewegt. Nach den jüngsten SOEP-Zahlen lag die Armutsgefährdungsquote auf dem niedrigsten Niveau seit 2006. Mit Blick auf die Markteinkommen – dazu gehören Gehälter und Vermögenseinkommen – stellt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seit 2005 einen Rückgang der Ungleichheit fest. Beim Erwerbseinkommen ist der Trend hin zu einer immer größeren Ungleichheit dank des Beschäftigungsanstiegs seit 2005 immerhin gestoppt.

Die Bundesregierung hat also gute Gründe dafür, die Situation differenzierter darzustellen, als dies der erste Entwurf des Berichts vorsah. Zudem werden auch in der neuen Fassung gerade beim Thema Niedriglohnsektor beide Seiten der Medaille beleuchtet: Einerseits sind Geringverdiener dazugekommen, andererseits sind für viele die Chancen gestiegen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Ansprechpartner

Armutsgefährdung
IW-Nachricht, 29. August 2017

Christoph Schröder Armutsgefährdung: Aufschwung kommt anArrow

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Trotz der Flüchtlingswelle ist der Anteil der Einkommensarmen im Jahr 2016 nicht gestiegen. Auch die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland schwinden. mehr

Regionale Verschuldungssituation und Armutsgefährdung
IW-Kurzbericht, 11. August 2017

Klaus-Heiner Röhl / Christoph Schröder Regionale Verschuldungssituation und ArmutsgefährdungArrow

Die Überschuldung von Personen und die Armutsgefährdung stehen in einem engen räumlichen Zusammenhang, wie der Vergleich der einkommensbezogenen Armutsgefährdung und der Überschuldungsquote für die deutschen Kreise zeigt. mehr

10. August 2017

Judith Niehues Gerechtigkeit – alles eine Frage der WahrnehmungArrow

Diese Daten dürften all jene überraschen, die in Deutschland eine tief gespaltene, unzufriedene und von Abstiegsängsten bedrohte Gesellschaft sehen: Immer mehr Bundesbürger sind mit ihrem Lebensstandard zufrieden und viele ordnen sich in eine höhere gesellschaftliche Schicht ein als vor zehn Jahren. mehr auf iwd.de