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Aktuelle Zahlen aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) bekräftigen, dass das Mantra „die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher“ nicht stimmt. Diese Zahlen liegen aber erst seit kurzem vor, worauf die Regierung mit ihren Korrekturen im Armuts- und Reichtumsbericht reagiert hat.

Bei der relativen Einkommensarmut hat sich seit 2005 in den Statistiken nicht viel bewegt. Nach den jüngsten SOEP-Zahlen lag die Armutsgefährdungsquote auf dem niedrigsten Niveau seit 2006. Mit Blick auf die Markteinkommen – dazu gehören Gehälter und Vermögenseinkommen – stellt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seit 2005 einen Rückgang der Ungleichheit fest. Beim Erwerbseinkommen ist der Trend hin zu einer immer größeren Ungleichheit dank des Beschäftigungsanstiegs seit 2005 immerhin gestoppt.

Die Bundesregierung hat also gute Gründe dafür, die Situation differenzierter darzustellen, als dies der erste Entwurf des Berichts vorsah. Zudem werden auch in der neuen Fassung gerade beim Thema Niedriglohnsektor beide Seiten der Medaille beleuchtet: Einerseits sind Geringverdiener dazugekommen, andererseits sind für viele die Chancen gestiegen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

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Armutsgefährdung
IW-Nachricht, 8. November 2017

Christoph Schröder Armutsgefährdung: In Deutschland unterdurchschnittlichArrow

Nach den neusten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist in Deutschland fast jeder Fünfte (19,7 Prozent) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser scheinbar hohe Wert ergibt sich aber vor allem durch die sehr weit gefasste Definition. mehr

27. Oktober 2017

Kommentar von Judith Niehues „Etablierte Meinungen werden kaum hinterfragt“Arrow

„Die unteren Einkommensgruppen profitieren kaum von der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland“ – dieser viel zitierte Befund mag der Mehrheitsmeinung entsprechen und sie mehr und mehr stärken. Doch Plausibilitätschecks hält das alarmierende Szenario kaum stand, mahnt Judith Niehues, Leiterin der Forschungsgruppe Mikrodaten und Methodenentwicklung im IW Köln. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Judith Niehues Einkommensentwicklung, Ungleichheit und ArmutArrow

Die Ungleichheits- und Armutsdebatte nimmt in der aktuellen medialen Berichterstattung viel Raum ein. Die Datensätze und Plausibilitätstests der Studien, über die berichtet wird, sollten jedoch kritisch hinterfragt werden. mehr