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„Ostdeutschland droht zu verarmen“, titelt ein großes Nachrichtenmagazin mit Blick auf den Armutsatlas. Das aber stimmt so nicht, zumal der Atlas keine Entwicklung aufzeigt, sondern nur den Status quo. Außerdem hat sich das ostdeutsche Einkommen seit der Wiedervereinigung vor zwei Jahrzehnten langsam aber stetig dem westdeutschen angenähert; zuletzt ist auch die Arbeitslosigkeit im Osten als Risikofaktor für persönliche Armut spürbar gesunken. Es geht also aufwärts, auch wenn absolut gesehen die Unterschiede zwischen Ost und West sowie Nord und Süd weiterhin groß sind.

Unberücksichtigt bleiben in der Betrachtung ferner die vollkommen unterschiedlichen Wohn- und Lebenshaltungskosten zwischen den Metropolen im Süden und dem platten Land im Osten. Mit 60 Prozent des Durchschnittseinkommens kann man in Stuttgart weniger kaufen als in Schwerin. Um diesen Effekt zwischen den Ländern auszugleichen, berechnet das Statistische Bundesamt die relative Armut anhand des jeweiligen Landesdurchschnitts – und kommt zu weit weniger dramatischen Ergebnissen.

Regionale Verschuldungssituation und Armutsgefährdung
IW-Kurzbericht, 11. August 2017

Klaus-Heiner Röhl / Christoph Schröder Regionale Verschuldungssituation und ArmutsgefährdungArrow

Die Überschuldung von Personen und die Armutsgefährdung stehen in einem engen räumlichen Zusammenhang, wie der Vergleich der einkommensbezogenen Armutsgefährdung und der Überschuldungsquote für die deutschen Kreise zeigt. mehr

10. August 2017

Judith Niehues Gerechtigkeit – alles eine Frage der WahrnehmungArrow

Diese Daten dürften all jene überraschen, die in Deutschland eine tief gespaltene, unzufriedene und von Abstiegsängsten bedrohte Gesellschaft sehen: Immer mehr Bundesbürger sind mit ihrem Lebensstandard zufrieden und viele ordnen sich in eine höhere gesellschaftliche Schicht ein als vor zehn Jahren. mehr auf iwd.de

„Armut ist nicht in Ordnung – im reichen Land”
Interview, 27. Juli 2017

Michael Hüther und Ulrich Lilie im Magazin Chrismon „Armut ist nicht in Ordnung – im reichen Land”Arrow

Aber wie wird es gerechter, das Land? Im Interview mit dem Evangelischen Magazin Chrismon schlagen der Diakoniechef Ulrich Lilie und der Wirtschaftsforscher Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln unterschiedliche Wege vor. mehr