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Im Jahr 2005 hatte die Arbeitslosigkeit in Deutschland ein Rekordniveau erreicht. Seither sinkt sie, womit auch der Anstieg der Einkommensarmut gestoppt ist. Der gewachsene Niedriglohnsektor mag zwar dazu beigetragen haben, dass sich die Verdienstungleichheit erhöht hat. Er hat aber vor allem Menschen aus der Arbeitslosigkeit herausgeführt und war somit ein Sprungbrett für die Teilhabe am Arbeitsmarkt. Und die ist bekanntermaßen ein wichtiges Element der sozialen Teilhabe und deshalb entsprechend wichtig für die Anti-Armutsstrategie.

Ein hoher Mindestlohn würde dagegen die Beschäftigung gefährden. Er wäre zudem als Anti-Armutsinstrument nicht effizient, weil nur jeder sechste Niedriglohnempfänger arm ist.

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2. März 2017

Armut in Europa Armut ist nicht nur eine Frage des EinkommensArrow

Im Wahlkampfjahr 2017 scheint Gerechtigkeit das alles überstrahlende Thema zu sein – nicht nur in Deutschland. Doch wer Armut wirksam bekämpfen will, braucht zuerst einmal eine schlüssige Definition von Armut – sie ausschließlich am geringen Einkommen festzumachen, greift zu kurz. Besser sind multidimensionale Ansätze mit zusätzlichen Kriterien. mehr auf iwd.de

Gerechtigkeitsdebatte
IW-Pressemitteilung, 1. März 2017

Gerechtigkeitsdebatte Mit Bildung gegen ArmutArrow

Deutschland, Frankreich und die Niederlande stecken im Wahlkampf, dabei rückt das Thema Gerechtigkeit wieder in den Mittelpunkt. Viele Politiker fordern eine stärkere Umverteilung. Sinnvoller ist es jedoch, auf Bildung und Arbeit zu setzen, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr

Armut in Europa – eine multidimensionale Betrachtung
IW-Trends, 1. März 2017

Christoph Schröder Armut in EuropaArrow

Laut Definition der EU gilt als arm, wer aufgrund von Ressourcenmangel Entbehrungen im Lebensstandard hinnehmen muss. Alternativ dazu lässt sich Armut auch über einen Mangel an Verwirklichungschancen messen. Für den multidimensionalen Armutsindex werden weitere Dimensionen betrachtet. Insofern können Einschränkungen in Lebensverhältnissen besser dargestellt werden. mehr