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Im Jahr 2005 hatte die Arbeitslosigkeit in Deutschland ein Rekordniveau erreicht. Seither sinkt sie, womit auch der Anstieg der Einkommensarmut gestoppt ist. Der gewachsene Niedriglohnsektor mag zwar dazu beigetragen haben, dass sich die Verdienstungleichheit erhöht hat. Er hat aber vor allem Menschen aus der Arbeitslosigkeit herausgeführt und war somit ein Sprungbrett für die Teilhabe am Arbeitsmarkt. Und die ist bekanntermaßen ein wichtiges Element der sozialen Teilhabe und deshalb entsprechend wichtig für die Anti-Armutsstrategie.

Ein hoher Mindestlohn würde dagegen die Beschäftigung gefährden. Er wäre zudem als Anti-Armutsinstrument nicht effizient, weil nur jeder sechste Niedriglohnempfänger arm ist.

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Armutsgefährdung
IW-Nachricht, 8. November 2017

Christoph Schröder Armutsgefährdung: In Deutschland unterdurchschnittlichArrow

Nach den neusten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist in Deutschland fast jeder Fünfte (19,7 Prozent) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser scheinbar hohe Wert ergibt sich aber vor allem durch die sehr weit gefasste Definition. mehr

27. Oktober 2017

Kommentar von Judith Niehues „Etablierte Meinungen werden kaum hinterfragt“Arrow

„Die unteren Einkommensgruppen profitieren kaum von der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland“ – dieser viel zitierte Befund mag der Mehrheitsmeinung entsprechen und sie mehr und mehr stärken. Doch Plausibilitätschecks hält das alarmierende Szenario kaum stand, mahnt Judith Niehues, Leiterin der Forschungsgruppe Mikrodaten und Methodenentwicklung im IW Köln. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Judith Niehues Einkommensentwicklung, Ungleichheit und ArmutArrow

Die Ungleichheits- und Armutsdebatte nimmt in der aktuellen medialen Berichterstattung viel Raum ein. Die Datensätze und Plausibilitätstests der Studien, über die berichtet wird, sollten jedoch kritisch hinterfragt werden. mehr