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Im SOEP wurden knapp 9.800 Personen befragt, ob das Einkommen, das sie mit ihrer aktuellen Stelle verdienen, gerecht ist. Die Antworten – die jüngsten SOEP-Daten hierzu stammen aus dem Jahr 2011 – sind eindeutig: 68 Prozent finden sich gerecht und nur 32 Prozent ungerecht bezahlt. Selbst bei den Geringverdienern mit einem Stundenverdienst von weniger als 8,50 Euro fühlen sich noch knapp 49 Prozent gerecht entlohnt.

Bei näherem Hinsehen ist allerdings selbst der DGB-Befund deutlich positiver, als die Aufbereitung der Index-Daten für die Berichterstattung vermuten lässt: 50 Prozent der Befragten halten demnach ihr Einkommen in einem hohen bis sehr hohen Maß für angemessen. Gar nicht angemessen bewerten lediglich 10 Prozent ihre Bezahlung.

Dass der Faktor Einkommen trotzdem nur mit 46 von 100 möglichen Punkten bewertet wird - was „schlechter Arbeit“ entspricht –, hängt mit der besonderen Konstruktion des Indexes zusammen. Negativ wirkt sich zum Beispiel das geringe Vertrauen der Beschäftigten aus, dass ihre Rente noch zum Leben ausreichen wird. Aus diesem Befund einen Mangel an Leistungsgerechtigkeit in der deutschen Arbeitswelt abzuleiten, erscheint allerdings mehr als gewagt.

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21. Juni 2017

Adam Giza Gewerkschaften unter DruckArrow

Die Arbeitnehmervertretungen kommen zunehmend unter Druck. Nicht einmal mehr jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland war 2015 Mitglied in einer Gewerkschaft. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. mehr auf iwd.de

Gewerkschaftsspiegel, 8. Juni 2017

Paula Hellmich / Hagen Lesch DGB-Organisationsgrad: Nordwesten stärker, Südosten schwächerArrow

Ende 2015 zählten die acht im DGB zusammengeschlossenen Einzelgewerkschaften zusammen über 6 Millionen Mitglieder. Die Hälfte davon verteilt sich auf die drei großen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Am stärksten sind die DGB-Gewerkschaften jedoch im Saarland und in Bremen, am schwächsten in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. mehr

Gewerkschaftsspiegel, 8. Juni 2017

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Zur Schätzung des Anteils tarifgebundener Arbeitnehmer in Deutschland wurde bisher auf das IAB-Betriebspanel und die Verdienststrukturerhebung zurückgegriffen. Mit dem Sozio-oekonomischen Panel steht nun eine dritte Datenbasis zur Verfügung. Danach wurde 2015 knapp jeder zweite Arbeitnehmer nach einem Tarifvertrag bezahlt. mehr