Das Wachstum der Erwerbstätigkeit hat sich im Oktober weiter stabilisiert. Wie im Monat zuvor waren 250.000 Personen mehr beschäftigt als vor einem Jahr. Für das kommende Jahr kann mit einem Zuwachs in vergleichbarer Größenordnung gerechnet werden. Besonders erfreulich ist dabei, dass das Wachstum ausschließlich durch mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung getragen wird. Denn bei dieser fiel der Zuwachs im September mit 380.000 zusätzlichen Stellen im Vergleich zum Vorjahr noch größer aus.

Beschäftigung

Erwerbstätige in Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen ist im November dagegen saisonbereinigt um 10.000 angestiegen. Seit Mitte des Jahres beträgt der kummulierte Anstieg 45.000. Dass trotz zunehmender Beschäftigung die Arbeitslosigkeit nicht sinkt, liegt an einem Mismatch: Offene Stellen und Arbeitslose passen meist nicht zueinander. Insbesondere sind oft Fachkräfte gesucht, während Arbeitslose häufig über keine Berufsausbildung verfügen. Statt aus der Arbeitslosigkeit kommt die zusätzliche Beschäftigung aus anderen Quellen:

  • Erhöhte Erwerbsneigung: Immer mehr Ältere und Frauen wollen einer Arbeit nachgehen.
  • Zuwanderung: Dank der Krise in südeuropäischen Staaten und der Öffnung für osteuropäische Arbeitskräfte legte die Zuwanderung schon 2012 deutlich zu. Im ersten Halbjahr 2013 wurde noch einmal ein Anstieg der Zuzüge um 11 Prozent verzeichnet.

Arbeitslosigkeit

Arbeitslose in Millionen

Ansprechpartner

15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr