Das Wachstum der Erwerbstätigkeit hat sich im Oktober weiter stabilisiert. Wie im Monat zuvor waren 250.000 Personen mehr beschäftigt als vor einem Jahr. Für das kommende Jahr kann mit einem Zuwachs in vergleichbarer Größenordnung gerechnet werden. Besonders erfreulich ist dabei, dass das Wachstum ausschließlich durch mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung getragen wird. Denn bei dieser fiel der Zuwachs im September mit 380.000 zusätzlichen Stellen im Vergleich zum Vorjahr noch größer aus.

Beschäftigung

Erwerbstätige in Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen ist im November dagegen saisonbereinigt um 10.000 angestiegen. Seit Mitte des Jahres beträgt der kummulierte Anstieg 45.000. Dass trotz zunehmender Beschäftigung die Arbeitslosigkeit nicht sinkt, liegt an einem Mismatch: Offene Stellen und Arbeitslose passen meist nicht zueinander. Insbesondere sind oft Fachkräfte gesucht, während Arbeitslose häufig über keine Berufsausbildung verfügen. Statt aus der Arbeitslosigkeit kommt die zusätzliche Beschäftigung aus anderen Quellen:

  • Erhöhte Erwerbsneigung: Immer mehr Ältere und Frauen wollen einer Arbeit nachgehen.
  • Zuwanderung: Dank der Krise in südeuropäischen Staaten und der Öffnung für osteuropäische Arbeitskräfte legte die Zuwanderung schon 2012 deutlich zu. Im ersten Halbjahr 2013 wurde noch einmal ein Anstieg der Zuzüge um 11 Prozent verzeichnet.

Arbeitslosigkeit

Arbeitslose in Millionen

Ansprechpartner

13. November 2017

Agnes Millack Schwerbehinderte noch besser integrierenArrow

Durch integrative Maßnahmen fanden in den vergangenen Jahren Menschen mit einer Schwerbehinderung in Deutschland häufiger einen Job. Doch viele Erwerbsfähige dieser Gruppe konnten bislang auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelt werden. Das gilt es zu ändern. mehr auf iwd.de

Armutsgefährdung
IW-Nachricht, 8. November 2017

Christoph Schröder Armutsgefährdung: In Deutschland unterdurchschnittlichArrow

Nach den neusten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist in Deutschland fast jeder Fünfte (19,7 Prozent) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser scheinbar hohe Wert ergibt sich aber vor allem durch die sehr weit gefasste Definition. mehr