Die Betriebe fragen momentan viele zusätzliche Arbeitskräfte nach, weil die Geschäfte besser laufen. Dadurch kommt der Abbau der Arbeitslosigkeit wieder in Schwung, nachdem er vergangenes Jahr ein wenig ins Stocken geraten war. Bleibt die Entwicklung so gut, könnte die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl unter 2,9 Millionen fallen. Damit wäre im wiedervereinigten Deutschland lediglich im Jahr 1991 die Arbeitslosigkeit noch niedriger gewesen.

Arbeitslosigkeit

Arbeitslose in Millionen

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Die Zahl der Erwerbstätigen steuert indes weiter auf neue Rekorde zu. Im Februar waren 0,8 Prozent mehr Personen erwerbstätig als im Vorjahresmonat. Derzeit deutet wenig darauf hin, dass sich diese Dynamik abschwächt. Somit könnten im Jahresdurchschnitt erstmals mehr als 42,0 Millionen Personen beschäftigt sein. Noch stärker legte übrigens die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu, die im Januar sogar 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert lag.

Beschäftigung

Erwerbstätige in Millionen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Ansprechpartner

Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei FacharbeiternArrow

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de