Die Betriebe fragen momentan viele zusätzliche Arbeitskräfte nach, weil die Geschäfte besser laufen. Dadurch kommt der Abbau der Arbeitslosigkeit wieder in Schwung, nachdem er vergangenes Jahr ein wenig ins Stocken geraten war. Bleibt die Entwicklung so gut, könnte die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl unter 2,9 Millionen fallen. Damit wäre im wiedervereinigten Deutschland lediglich im Jahr 1991 die Arbeitslosigkeit noch niedriger gewesen.

Arbeitslosigkeit

Arbeitslose in Millionen

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Die Zahl der Erwerbstätigen steuert indes weiter auf neue Rekorde zu. Im Februar waren 0,8 Prozent mehr Personen erwerbstätig als im Vorjahresmonat. Derzeit deutet wenig darauf hin, dass sich diese Dynamik abschwächt. Somit könnten im Jahresdurchschnitt erstmals mehr als 42,0 Millionen Personen beschäftigt sein. Noch stärker legte übrigens die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu, die im Januar sogar 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert lag.

Beschäftigung

Erwerbstätige in Millionen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Ansprechpartner

15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr