Die Zahl der Arbeitslosen hat im Januar kaum zugenommen. Bereinigt um saisonale Einflüsse ging sie sogar um 14.000 zurück. In den vergangenen 3 Monaten reduzierte sich die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt um insgesamt 60.000 Personen. Das bedeutet, dass auch Arbeitslose wieder stärker von der anziehenden Konjunktur profitieren. Setzt sich der Trend weiter fort, könnte die Arbeitslosigkeit 2014 entgegen der ursprünglichen Erwartung um rund 100.000 Personen sinken.

Arbeitslosigkeit

Arbeitslose in Millionen

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Nach wie vor gilt: Die Beschäftigung steigt weit stärker als sich die Arbeitslosigkeit abbaut. Das bedeutet, dass viele der neu geschaffenen Arbeitsplätze aus der stillen Reserve und der Zuwanderung besetzt werden. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im Januar um fast 300.000 über dem Vorjahresniveau, während die Arbeitslosigkeit nur um etwa 20.000 Personen sank. Trotz des verhaltenen Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr entwickelt sich die Erwerbstätigkeit sehr dynamisch. Die saisonbereinigte Zahl liegt zum Jahresbeginn um fast 200.000 höher als 2013 im Jahresdurchschnitt. Selbst wenn ab sofort keine neuen Arbeitsplätze mehr geschaffen würden - womit nicht zu rechnen ist – ergäbe sich im Jahresdurchschnitt ein ordentlicher Zuwachs auf über 42 Millionen.

Beschäftigung

Erwerbstätige in Millionen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Ansprechpartner

15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr