Arbeitsmarkt im August Zweigleisig über die 30-Millionen-Grenze Image
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Der geringfügige Anstieg der Zahl der Arbeitslosen im August ist fast ausschließlich saisonbedingt: Aufgrund der Sommerpause werden viele Aktivitäten vorübergehend zurückgefahren. Saisonbereinigt bewegt sich die Arbeitslosigkeit indes kaum vom Fleck. Seit Anfang des Jahres ist sie gerade einmal um knapp 30.000 gesunken. Alles deutet darauf hin, dass auch im Jahresdurchschnitt nur ein geringer Abbau möglich ist. Einerseits passen Arbeitslose und offene Stellen vielfach nicht zueinander, andererseits drängen zusätzliche Arbeitskräfte aus der Stillen Reserve und Zuwanderung auf den Arbeitsmarkt.

Arbeitslosigkeit

Arbeitslose in Millionen

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Die Zahl der Erwerbstätigen ist dagegen weiterhin kräftig auf Expansionskurs. Saisonbereinigt gab es auch im Juli einen Zuwachs. In den ersten 7 Monaten dieses Jahres sind bereits 260.000 neue Jobs entstanden. Ganz besonders profitiert die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Diese lag im Juni um fast 550.000 höher als im Vorjahr. Die Revision der Daten aus den Vormonaten zeigt, dass bereits im April die Marke von 30 Millionen überschritten wurde. Damit sind die Beschäftigungsverluste aus der sogenannten Transformationskrise in den 1990er Jahren und den nachfolgenden diversen Arbeitsmarktkrisen vollständig wettgemacht.

Beschäftigung

Erwerbstätige in Millionen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Ansprechpartner

Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

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Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de

Arbeit auf Abruf
IW-Kurzbericht, 30. Mai 2017

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Als Arbeit auf Abruf werden Beschäftigungsverhältnisse bezeichnet, bei denen Arbeitnehmer zwar eine festgelegte Dauer der Arbeitszeit haben, zeitlich jedoch nach Bedarf eingesetzt werden können. Noch ist wenig über die Verbreitung von Arbeit auf Abruf bekannt. Es wäre indes voreilig, hier pauschal ein neues Segment prekärer Arbeit zu vermuten. mehr