Arbeitsmarkt für Ingenieure Image
Deutschland braucht Ingenieure - auch wenn zuletzt die Anzahl arbeitsloser Ingenieure leicht gestiegen ist. Foto: nd3000/iStock

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Arbeitsmarkt für Ingenieure deutlich gedreht: Im Jahr 2000 lag die Arbeitslosenquote in Ingenieurberufen noch bei rund zehn Prozent und damit nah am Durchschnitt aller Berufe, heute besteht mit 2,3 Prozent hingegen nahezu Vollbeschäftigung. Daran nichts geändert hat auch die Tatsache, dass die Zahl der Arbeitslosen seit dem bisherigen Tiefstand von 1,8 Prozent im Jahr 2012 leicht gestiegen ist, wie auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vor einiger Zeit festgestellt hatte.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage (kurz: die Wirtschaftsweisen) betont im aktuellen Jahresgutachten, dass Deutschland Ingenieure und andere MINT-Experten braucht, um innovativ und produktiv zu bleiben. Doch alleine aus demografischen Gründen dürften in den kommenden Jahren immer mehr dieser Experten fehlen.

Tatsächlich stieg die Arbeitslosigkeit in den vergangenen drei Jahren nur leicht, obwohl in dieser Zeit Rekordabsolventenzahlen und eine hohe Zuwanderung von Ingenieuren zu beobachten war. So erhöhte sich allein die absolute Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer in Ingenieurberufen fast doppelt so stark wie die Zahl der arbeitslosen Ingenieure. Nur wenn es gelingt, die Absolventenzahlen und die Zuwanderung an Ingenieuren auf Rekordniveau zu halten, dürfte es gelingen, die von den Wirtschaftsweisen genannte Herausforderung zu meistern. Von einem Beschäftigungsproblem kann nicht die Rede sein.

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Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr