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Die Berechnungen des DIW suggerieren, in Deutschland wären bestenfalls knapp 580.000 Ingenieure erwerbstätig. Tatsächlich sind es jedoch weit mehr als doppelt so viele – über 1,6 Millionen. Und die Folge ist: Es müssen jährlich 45.000 Ingenieure ersetzt werden – ebenfalls weit mehr als doppelt so viele wie die Berliner Forscher behaupten.

Der DIW-Bericht ignoriert einfach den Unterschied zwischen dem Beruf an sich und dem Bildungsabschluss. Etwa jeder zweite Erwerbstätige, der einen Ingenieur-Abschluss hat, geht aber einem Job nach, der von der Arbeitsmarktstatistik nicht als Ingenieurberuf erfasst wird. Dazu zählen etwa Professoren, Forschungscontroller oder Geschäftsführer eines Industrieunternehmens. Wird jedoch ein Maschinenbauprofessor pensioniert, so sollte auch seine Stelle mit einem gelernten Ingenieur und nicht – wie vom DIW indirekt unterstellt – mit einem gelernten Pädagogen ersetzt werden. Und würde man die Berechnungen des DIW ernst nehmen, bräuchten auch selbstständige oder verbeamtete Ingenieure nicht ersetzt zu werden.

IW policy paper

Oliver Koppel: Statement zum Artikel „Ingenieure in Deutschland: Keine Knappheit abzusehen“ von Karl Brenke, erschienen im DIW Wochenbericht Nr. 11/2012

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IW-Pressemitteilung, 20. April 2017

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Unternehmen finden hierzulande immer schwerer Fachkräfte: Deutschlandweit können Firmen bereits etwa jede zweite Stelle nur schwer besetzen. Dabei gibt es aber große regionale Unterschiede, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Unternehmen, Jugendliche und Arbeitslose müssen flexibler werden. mehr

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