Von wegen Taxifahrer Image
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Von den 8 Millionen erwerbstätigen Akademikern in Deutschland bestreiten gerade einmal 0,12 Prozent ihren Lebensunterhalt als Personenkraftwagenführer. Damit ist kaum jeder Tausendste als Taxi-, Behinderten-, Dienst- beziehungsweise Mietwagenfahrer oder aber als Chauffeur tätig.

Statistisch betrachtet weisen Akademiker, die den Beruf eines Pkw-Führers ausüben, jedoch zwei Besonderheiten auf:

  • Zwei Drittel von ihnen – das sind doppelt so viele wie im Durchschnitt aller erwerbstätigen Akademiker – sind 50 Jahre alt oder älter.
  • Jeder Siebte besitzt keine deutsche Staatsbürgerschaft. Unter allen erwerbstätigen Akademikern gilt das nur für jeden Zwölften.

Taxi fahrende Akademiker sehen sich häufig mit einer entscheidenden Schwierigkeit konfrontiert: Viele von ihnen haben Probleme mit der Anerkennung ihres ausländischen Studienabschlusses in Deutschland oder können in ihrem ursprünglich erlernten Beruf seit Längerem keine adäquate Beschäftigung finden.

Wenn die Politik also will, dass noch weniger Akademiker Taxi fahren, liegt das auch an ihr. Denn dann muss sie noch mehr dafür tun, ausländische Abschlüsse in Deutschland anzuerkennen und Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote zu fördern.

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Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei FacharbeiternArrow

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr

12. Juni 2017

Christiane Konegen-Grenier Erasmus: Ein Ticket für neun Millionen Menschen Arrow

Das europäische Erasmus-Programm, das in diesem Juni seinen 30. Geburtstag feiert, hat zunächst nur Studenten finanziell unterstützt, die ein Auslandssemester absolvieren wollten. Mittlerweile fördert das zu Erasmus+ umgetaufte Projekt nicht nur einen deutlich größeren Personenkreis, sondern umfasst auch sämtliche Bildungsbereiche. Allein 2015 investierte Brüssel dafür mehr als 2,1 Milliarden Euro. mehr auf iwd.de

MINT-Frühjahrsreport 2017
Gutachten, 10. Mai 2017

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Frühjahrsreport 2017Arrow

Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist von 2011 - 2014 um 10,6 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung wurde von Zuwanderung, einem höheren Frauenanteil und mehr Älteren begünstigt. Weniger günstig entwickelte sich die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften. mehr