Die Zahl der Arbeitslosen hat im Dezember saisonbereinigt um 15.000 abgenommen, nachdem sie zuvor seit Jahresbeginn um 56.000 zugenommen hatte. Zusammengenommen ergab sich für 2013 ein leichter Anstieg, der im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass weniger Menschen in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik waren; diese zählen nämlich nicht als Arbeitslose. Zwar gab es im vergangenen Jahr kaum Fortschritte beim Abbau der Arbeitslosigkeit, aber für dieses Jahr ist die Aussicht leicht positiv.

Arbeitslosigkeit

Arbeitslose in Millionen

Deutlich günstiger als die Zahl der Arbeitslosen entwickelte sich die Zahl der Erwerbstätigen. Im Jahr 2013 kamen unter dem Strich rund 230.000 Arbeitsplätze hinzu. Mit 41,8 Millionen sind damit so viele Menschen erwerbstätig wie noch nie. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg um rund 350.000 – 41 Prozent davon Vollzeitstellen. Die Zahl der Selbständigen, Beamten und geringfügig Beschäftigten sank dagegen etwas. Dank einer konjunkturellen Belebung ist in diesem Jahr wieder ein Zuwachs der Erwerbstätigkeit zu erwarten. Im Jahresdurchschnitt könnte die Grenze von 42 Millionen Erwerbstätigen übertroffen werden.

Beschäftigung

Erwerbstätige in Millionen

Ansprechpartner

15. März 2017

Interview „Es wäre unfassbar schädlich“Arrow

Als Regierungschef formulierte Gerhard Schröder 2003 die Agenda 2010. Heute wollen die Sozialdemokraten Teile der Reform am liebsten rückgängig machen. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer erklärt im iwd-Interview, warum damit keinem geholfen wäre. mehr auf iwd.de

14. März 2017

Arbeitsmarkt Die Agenda 2010 – ein Reformpaket im FokusArrow

Heute werden die Reformen, die die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab 2003 umsetzte, oft auf „Hartz IV“ reduziert – tatsächlich aber besteht die Agenda 2010 aus einem umfangreichen Reformpaket. Neben den Neuerungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Rentenversicherung – von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet – gab es noch zahlreiche Reformen in der Gesundheits- und der Finanzpolitik. mehr auf iwd.de

Interview, 13. März 2017

Holger Schäfer auf mdr.de „Fehlanreize verfestigen Arbeitslosigkeit”Arrow

Die SPD will mehr Arbeitslosen länger ALG I zahlen. Zugleich plant sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung. Für ALG-II-Empfänger soll das Schonvermögen verdoppelt werden. Der Wirtschaftswissenschaftler Holger Schäfer von Institut der deutschen Wirtschaft Köln sieht die Pläne kritisch. Er warnt, Alimentierung verfestige Arbeitslosigkeit. Außerdem rechnet er mit höheren Kosten als von der SPD veranschlagt. mehr