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Zudem lagen im vergangenen Jahr die Lohnstückkosten – also die Arbeitskosten je produziertem Gut – sowohl in der Industrie als auch in der Gesamtwirtschaft um 13 Prozent höher als im Vorkrisenjahr 2007. Im sogenannten etablierten Ausland, also in Staaten, die mit Deutschland als Wirtschaftsstandort konkurrieren, sind die industriellen Lohnstückkosten dagegen nur etwa halb so stark gestiegen. Damit hat Deutschland mit Blick auf die Kosten klar an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Zusätzliche Belastungen für die Arbeitgeber werden in den kommenden Jahren durch die Rentengeschenke der Bundesregierung und durch die Einführung des Mindestlohns entstehen – ganz ohne übermäßige Lohnforderungen seitens der Gewerkschaften.

Zudem scheint die Bundesbank zu übersehen, dass die Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren keineswegs leer ausgegangen sind: Die Reallöhne je Arbeitnehmer werden dieses Jahr das fünfte Mal in Folge steigen; die Beschäftigten können sich also von ihrem Gehalt immer mehr leisten.

Es stimmt: Insbesondere von 2003 bis 2007 fielen die Verdiensterhöhungen auch in der Industrie, die im Mittelpunkt des internationalen Handels steht, deutlich niedriger aus als die Produktivitätsentwicklung. Dies hat der Industrie aber dabei geholfen, ihre Angebotsschwächen auszumerzen, wieder zu alter Stärke zurückzufinden und so Arbeitsplätze zu sichern.

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Gerechtigkeitspolitische Handlungsfelder in Deutschland: relevante Probleme angemessen angehen
IW policy paper, 19. Juni 2017

Christina Anger / Michael Hüther / Hans-Peter Klös / Judith Niehues / Klaus-Heiner Röhl / Holger Schäfer Gerechtigkeitspolitische Handlungsfelder in DeutschlandArrow

Zentrale verteilungspolitische Indikatoren in Deutschland haben sich seit dem Jahr 2005 wieder normalisiert oder sogar strukturell verbessert. Dennoch bleiben mindestens drei zentrale Herausforderungen. mehr

Interview, 1. Juni 2017

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Welche Probleme bereiten deutschen Managern Kopfzerbrechen? Dieser Frage ist das IW Köln nachgegangen und zu dem Schluss gelangt: Vor allem die unsichere politische Lage rund um den Globus. Warum das so ist und ob die Sorgen berechtigt sind, erklärt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Magazin return. mehr

9. Mai 2017

Kommentar von Margarete Haase „Ist NRW ein Industrieland oder ein Naturschutzreservat?“Arrow

Zahlreiche umwelt- und klimapolitische Alleingänge der amtierenden Düsseldorfer Landesregierung haben die Betriebe in Nordrhein-Westfalen unverhältnismäßig belastet, schreibt Margarete Haase, Mitglied des Vorstands der Kölner Deutz AG, in ihrem Kommentar für den iwd. Die Vizepräsidentin von „unternehmer nrw“ plädiert deshalb dafür, der Wirtschaftspolitik nach der Landtagswahl wieder einen höheren Stellenwert beizumessen. mehr auf iwd.de