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Richtig ist zwar, dass indirekt auch andere Wirtschaftsbereiche an der Herstellung von Industrieprodukten beteiligt sind. Doch selbst wenn diese in die Rechnung einbezogen werden, hat das nur einen geringen Einfluss auf das Arbeitskostenranking. Lediglich Frankreich würde sich dann als einzige große Industrienation knapp vor Deutschland schieben.Immerhin: Dass die Kosten für deutsche Unternehmen nicht noch höher ausfallen, liegt an der vergleichsweise hohen Lohnzurückhaltung in Deutschland seit dem Jahr 2003. So konnten die Betriebe Marktanteile zurückerobern. Nicht zuletzt sank auch die Arbeitslosenzahl: Von Frühjahr 2005 ist sie saisonbereinigt bis Herbst 2008 um über 1,8 Millionen zurückgegangen und seitdem – trotz Wirtschaftseinbruch – nur um gut 200.000 gestiegen.

Die Industrieunternehmen haben ihre Beschäftigung trotz Auftragsflaute bisher weitgehend gehalten. Auf Dauer ist dies jedoch teuer und trotz Kurzarbeitergeld nicht lange zu schaffen. Die Unternehmen müssen ihre Wettbewerbsstärke erhalten, um von der allmählich einsetzenden konjunkturellen Erholung profitieren zu können. Überzogene Lohnerhöhungen wären jetzt das falsche Rezept.

21. Februar 2017

Gesetzliche Unfallversicherung Deutschlands unbekannte SozialversicherungArrow

In Deutschland sind Arbeitnehmer im Arbeitsalltag sowie auf den Wegen zwischen Arbeitsplatz und Job automatisch über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Während die Zahl der Arbeitsunfälle seit Jahren zurückgeht, gab es 2015 wieder mehr Wegeunfälle als im Vorjahr. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 13. Februar 2017

Jochen Pimpertz Kosten der Entgeltfortzahlung – beschränktes PräventionspotenzialArrow

Die Aufwendungen der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steigen seit Jahren ungebremst. Durch medizinische Prävention lässt sich aber nur ein kleiner Teil dieser Kosten vermeiden. Denn der Anstieg ist nicht allein auf das Erkrankungsrisiko zurückzuführen, sondern auch auf die günstige Beschäftigungsentwicklung und die steigenden Bruttoentgelte. mehr