Arbeitslose fordern zu viel Geld Image
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Wann sich eine Beschäftigung lohnt, ist individuell verschieden. Die eigene Freizeitpräferenz, Verdienstmöglichkeiten und die Lebenssituation etwa des Partners spielen eine Rolle. Diese Überlegungen spiegeln sich im so genannten Anspruchslohn wider – dem Lohn, den ein Arbeitsloser erwartet, um ein Beschäftigungsangebot anzunehmen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat die Anspruchslöhne untersucht und herausgefunden, dass Arbeitslose ihre Verdienstmöglichkeiten oft zu optimistisch einschätzen. So erwarten sie im Durchschnitt knapp 7,50 Euro netto pro Stunde, was brutto knapp 11 Euro entspricht. Häufig lassen sich die Anspruchslöhne nicht am Markt erzielen: Mehr als die Hälfte der Arbeitslosen fordert mehr Lohn als die Arbeitgeber zu zahlen bereit sind. 17 Prozent der Arbeitslosen fordern sogar doppelt so viel wie sie erreichen können.

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13. November 2017

Agnes Millack Schwerbehinderte noch besser integrierenArrow

Durch integrative Maßnahmen fanden in den vergangenen Jahren Menschen mit einer Schwerbehinderung in Deutschland häufiger einen Job. Doch viele Erwerbsfähige dieser Gruppe konnten bislang auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelt werden. Das gilt es zu ändern. mehr auf iwd.de

Armutsgefährdung
IW-Nachricht, 8. November 2017

Christoph Schröder Armutsgefährdung: In Deutschland unterdurchschnittlichArrow

Nach den neusten Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist in Deutschland fast jeder Fünfte (19,7 Prozent) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser scheinbar hohe Wert ergibt sich aber vor allem durch die sehr weit gefasste Definition. mehr

Reform der Arbeitslosenversicherung – Eine Bewertung aktueller Reformvorschläge
IW policy paper, 7. November 2017

Holger Schäfer Reform der ArbeitslosenversicherungArrow

Dank hoher Beschäftigungszahlen steht die Arbeitslosenversicherung finanziell gut da. Nun werden Forderungen laut, die Leistungen auszuweiten. Doch die vorgeschlagenen Reformen würden die ökonomischen Funktionen der Arbeitslosenversicherung weder stärken noch effizienter gestalten, sie könnten sich sogar negativ auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt auswirken. mehr