Altersgerechtes Arbeiten Image
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Der geringe Anteil von Beschäftigten im Alter von 60 und darüber ist jedoch vorrangig noch die Nachwirkung des lange Zeit vom Staat alimentierten vorzeitigen Ausstiegs aus dem Erwerbsleben, den auch die Gewerkschaften aktiv mitgetragen haben. Die Beschäftigung Älterer ist in den vergangenen Jahren jedoch angestiegen, nicht zuletzt auch in der Metall- und Elektro-Industrie. Angesichts der demografischen Entwicklung hat ein Mentalitätswandel eingesetzt. Die Rente mit 67 war ein notwendiger Schritt, weil die Erwerbsbevölkerung und damit die Zahl der Beitragszahler zurückgeht, Menschen aber immer älter werden und länger Renten beziehen.

Der vorzeitige Abschied aus dem Berufsleben verliert für ältere Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen an Attraktivität. Und Letztere sind auch nicht so untätig wie die IG Metall in ihrer Studie kritisiert. So zeigte eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, dass die große Mehrheit der Unternehmen bereits im Jahr 2008 personalpolitische Maßnahmen ergriffen hat, um ältere Beschäftigte zu fördern (IW-Trends 4/2009). Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie waren dabei genauso aktiv wie vergleichbare Betriebe aus anderen Wirtschaftszweigen. Und wo die Arbeitsbedingungen einen flexiblen Übergang in den Ruhestand erforderlich machen, wurden hierfür auf tarifpolitischer Ebene Möglichkeiten geschaffen, die den besonderen Bedingungen des Betriebs und der Beschäftigten gerecht werden.

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Zukunft gestalten mit altersheterogenen Belegschaften
IW-Kurzbericht, 10. Oktober 2017

Andrea Hammermann / Matthias Niendorf / Jörg Schmidt Zukunft gestalten mit altersheterogenen BelegschaftenArrow

Die Altersstruktur der Beschäftigten in deutschen Unternehmen folgt dem demografischen Trend in der Bevölkerung. Nicht nur das durchschnittliche Alter der Belegschaften nimmt zu, sondern auch ihre Heterogenität. Gerade in Zeiten einer zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung stellt dies neue Anforderungen an eine vorausschauende Personalpolitik. mehr

4. Oktober 2017

Markus Körbel / Sarah Pierenkemper / Michael Zibrowius Personalsuche im AuslandArrow

Deutsche Unternehmen haben auch an ihren Auslandsstandorten oft damit zu kämpfen, dass es an beruflich qualifizierten Mitarbeitern mangelt. Was die Betriebe dagegen tun können, zeigt das IW Köln am Beispiel von sechs Schwellenländern. mehr auf iwd.de

2. Oktober 2017

Alexander Burstedde Fachkräftemangel: Die Kleinen trifft’s am meistenArrow

Kleinere und mittlere Unternehmen haben fast doppelt so häufig Probleme, freie Stellen zu besetzen, wie große Firmen. Um dem Fachkräftemangel in Deutschland zu begegnen, sollten deshalb vor allem mittelständische Betriebe die staatlichen Unterstützungsangebote verstärkt wahrnehmen. mehr auf iwd.de