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Auch die Kraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg 1 sowie die Meiler Biblis B, Unterweser, Isar I und Brunsbüttel sollen bis Mitte Juni einer Sicherheitsprüfung unterzogen werden. Ausgehend vom Jahr 2009 schiebt das Moratorium damit ungefähr 5,3 Prozent der gesamten Stromerzeugung und rund 25 Prozent des deutschen Atomstroms vorübergehend einen Riegel vor. Die sieben Kraftwerke haben 2009 mehr als 31.600 Gigawatt Strom produziert. Damit kann man rund 18,6 Millionen Menschen mit Haushaltsstrom versorgen. Diese Strommenge würde auch reichen, um zwei Drittel der öffentlichen Einrichtungen in Deutschland mit Strom zu versorgen.

Der Beitrag alleine der 7 von insgesamt 17 Kernkraftwerken ist damit keinesfalls marginal. Die Diskussion über einen Ausstieg aus der Atomenergie muss daher sachgerecht und besonnen geführt werden. Auch ein großer Teil der Finanzierungsgrundlage der Energiewende steht auf dem Spiel. Bis zu 1,4 Milliarden Euro sollten die Kraftwerksbetreiber im Zuge der Laufzeitverlängerung allein bis 2016 in einen „Energie- und Klimafonds“ zahlen. Geld, das an dieser Stelle dringend für Forschung und Entwicklung gebraucht wird.

Themen

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de