Akademikerarbeitslosigkeit Image
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Zwar trifft zu, dass die Zahl der Arbeitslosen mit Hochschulreife in den letzten zwölf Monaten mit einem Zuwachs von knapp 30 Prozent stärker zunahm als z.B. die Zahl der Arbeitslosen mit Mittlerer Reife (plus 12 Prozent). Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Zahl der Abiturienten weit mehr zunimmt als die Zahl der Real- und Hauptschüler: Von 2003 bis 2007 stieg die Zahl der Abiturienten um fast 40.000, während die Zahl der Realschulabsolventen nur um 8.000 zunahm und die Zahl der Hauptschulabsolventen sogar um 19.000 sank.

Hinzu kommt, dass Abiturienten nicht unbedingt mit Hochqualifizierten gleichzusetzen sind. Für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt ist vielmehr die berufliche Qualifikation ausschlaggebend. Ein Realschüler mit Facharbeiterausbildung ist besser qualifiziert als ein Abiturient ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Dass eine gute berufliche Qualifikation bessere Arbeitsmarktchancen mit sich bringt, zeigt die Statistik eindeutig: Im Jahr 2008 lag die Erwerbslosenquote von Akademikern mit 3,3 Prozent auf Vollbeschäftigungsniveau, während 13,8 Prozent der Erwerbspersonen ohne Berufsausbildung keine Arbeit hatten.

Berliner Gespräche Frühjahrstagung 2017
Veranstaltung, 27. April 2017

Berliner Gespräche Frühjahrstagung 2017 20 Jahre nach der Ruck-Rede: Wie der „kranke Mann Europas“ geheilt wurde – und wie er gesund bleibtArrow

„Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“, forderte Roman Herzog vor 20 Jahren. Seit langem gilt diese Rede als wichtiger Impuls für jenen politischen Reformprozess, der eine wesentliche Grundlage des heutigen Erfolges ist. Auf unserer Frühjahrstagung möchten wir mit Ihnen diskutieren, wie der nächste Ruck aussehen könnte, der durch Deutschland gehen muss. mehr

27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 17. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

IW-Pressemitteilung, 20. April 2017

Fachkräfteengpass Mangel ist die RegelArrow

Unternehmen finden hierzulande immer schwerer Fachkräfte: Deutschlandweit können Firmen bereits etwa jede zweite Stelle nur schwer besetzen. Dabei gibt es aber große regionale Unterschiede, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Unternehmen, Jugendliche und Arbeitslose müssen flexibler werden. mehr