Akademikerarbeitslosigkeit Image
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Zwar trifft zu, dass die Zahl der Arbeitslosen mit Hochschulreife in den letzten zwölf Monaten mit einem Zuwachs von knapp 30 Prozent stärker zunahm als z.B. die Zahl der Arbeitslosen mit Mittlerer Reife (plus 12 Prozent). Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Zahl der Abiturienten weit mehr zunimmt als die Zahl der Real- und Hauptschüler: Von 2003 bis 2007 stieg die Zahl der Abiturienten um fast 40.000, während die Zahl der Realschulabsolventen nur um 8.000 zunahm und die Zahl der Hauptschulabsolventen sogar um 19.000 sank.

Hinzu kommt, dass Abiturienten nicht unbedingt mit Hochqualifizierten gleichzusetzen sind. Für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt ist vielmehr die berufliche Qualifikation ausschlaggebend. Ein Realschüler mit Facharbeiterausbildung ist besser qualifiziert als ein Abiturient ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Dass eine gute berufliche Qualifikation bessere Arbeitsmarktchancen mit sich bringt, zeigt die Statistik eindeutig: Im Jahr 2008 lag die Erwerbslosenquote von Akademikern mit 3,3 Prozent auf Vollbeschäftigungsniveau, während 13,8 Prozent der Erwerbspersonen ohne Berufsausbildung keine Arbeit hatten.

18. August 2017

Interview mit Ulrich Commerçon „Bildung muss beitragsfrei sein“Arrow

Kein anderes Bundesland konnte sich im IW-Bildungsmonitor 2017 so stark verbessern wie das Saarland. Der iwd hat den saarländischen Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon (SPD), nach den Gründen gefragt. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 17. August 2017

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Aktuell sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt eigentlich gut aus. Doch nach wie vor sind rund eine Million Menschen langfristig Hartz-4-Empfänger, ähnlich hoch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen. Auf der XING-Debattenplattform Klartext fordert IW-Ökonom Holger Schäfer Menschen nicht dauerhaft als chancenlos abzuschreiben. mehr

17. August 2017

Axel Plünnecke Bildungsmonitor: Sachsen siegt, das Saarland holt aufArrow

Die besten Ergebnisse im IW-Bildungsmonitor 2017 erzielen wie bereits in den Vorjahren Sachsen, Thüringen und Bayern. Insgesamt zeigen sich allerdings gegenüber dem Jahr 2013, als Methodik und Indikatorenauswahl zuletzt aktualisiert wurden, nur noch leichte Verbesserungen innerhalb der Bildungssysteme. Der Bildungsmonitor wird seit 14 Jahren vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt. mehr auf iwd.de