Ältere Arbeitnehmer Image
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Vor allem die Gruppe der derzeit besonders im Blickpunkt stehenden 60- bis 65-Jährigen hat eine beispiellose Arbeitsmarkt-Renaissance hinter sich. In dieser Altersklasse nahm zum Beispiel zwischen 2005 und 2009 der Anteil der Erwerbstätigen an der gleichaltrigen Bevölkerung um 10 Prozentpunkte auf gut 38 Prozent zu. Nicht viel anders ist die Entwicklung auch bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verlaufen. Zwischen März 2005 und Dezember 2009 stand ein Plus von mehr als 8 Prozentpunkten bei den 60- bis 65-Jährigen zu Buche.

Einer der Gründe: Die rentenpolitischen Reformen der Vergangenheit haben einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben unattraktiver gemacht. Spätestens mit dem Auslaufen der öffentlichen Förderung der Altersteilzeit haben Vorruhestandsregelungen auch für den Arbeitgeber an Attraktivität verloren.

Diese sind aber ohnehin zum Umdenken gezwungen. Denn der bereits heute spürbare Fachkräftemangel erhöht das Interesse der Unternehmen, bewährte ältere Fachkräfte länger am Arbeitsplatz zu halten. Ein Trend, der sich in Zukunft noch verstärken wird, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge ihre Berufs- oder Hochschulausbildung abschließen, während sich die geburtenstarken Babyboomer als Beschäftigtengeneration 50plus dem Ren-teneintritt nähern.

Vielerorts arbeiten die Personalabteilungen auch schon daran, dass die Mitarbeiter tatsächlich länger im Berufsleben bleiben können. Zwei Drittel der Unternehmen der Industrie und deren Verbundbranchen fördern Mitarbeiter, die die 50 überschritten haben.

IW policy paper, 3. November 2017

Wido Geis Labour market potentials of the freedom of movement for workersArrow

The freedom of movement for workers is one of the core principles of the European Union and most Europeans have positive attitude towards it. 75 percent regard it as a good and only 9 percent as a bad thing. Nevertheless, the number of persons moving from one EU member country to another is still small. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr