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Die Zahlen der Forscher sind bedenklich – vor allem, weil die 2. Generation der Migranten bereits im PISA-Test vor drei Jahren nicht gut abgeschnitten hatte. Rund 11 Prozent der jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund haben nun keinerlei Job und befinden sich auch nicht in Ausbildung. Bei einheimischen Männern und Frauen sind es nur 5 bzw. 6 Prozent. Immerhin scheint in Deutschland das berufliche Bildungssystem eine kurative Funktion zu erfüllen: So war der Anteil geringqualifizierter Migranten nach Abschluss der Lehre niedriger als zuvor, obwohl diese Jugendlichen in der Schulzeit nicht gerade geglänzt hatten.

Doch selbst wenn die Migranten ein Topzeugnis vorweisen können, ist das noch kein Garant für einen Topjob, vor allem im Vergleich zu ihren einheimischen Altersgenossen: Die Beschäftigtenquote hochqualifizierter 20- bis 29-jähriger männlicher Migranten liegt fast 10 Prozentpunkte unter der Beschäftigungsquote gleich gut ausgebildeter Deutscher. Bei Frauen ist die Differenz sogar doppelt so groß. Unterm Strich gilt: Die Unterschiede zwischen den Jobchancen von Migranten und Einheimischen sind bei den Hochqualifizierten am höchsten, bei Geringqualifizierten am niedrigsten. Diese Erkenntnis bestätigt auch der Integrationsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln: Die Beschäftigungslücke zwischen Migranten und Nicht-Migranten wächst mit höherem Bildungsniveau.

Die internationale OECD-Untersuchung zeigt, dass Deutschland mit diesem Problem nicht alleine dasteht: Auch Österreich und Belgien haben Nachholbedarf. Kanada und die Schweiz hingegen haben es geschafft, die zweite Generation ihrer Migranten erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

10. Juli 2017

Philipp Deschermeier Achtung, demografischer WandelArrow

Wahr ist, dass es Deutschland derzeit so gut geht wie schon lange nicht mehr: Die Beschäftigung liegt auf Rekordniveau, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, die staatlichen Haushalte schreiben schwarze Zahlen und die Schulden sinken. Wahr ist aber auch: So wird es nicht bleiben. Die IW-Studie „Perspektive 2035“ zeigt, warum der demografische Wandel das Land vor große Herausforderungen stellt. mehr auf iwd.de

7. Juli 2017

Michael Grömling Arbeitskräftemangel bremst Wachstum aus Arrow

Wie wird sich die deutsche Wirtschaftsleistung im demografischen Wandel entwickeln? Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat dies bis ins Jahr 2035 vorausberechnet. Demnach wird die Produktivität zwar weiter steigen, doch die sinkende Zahl der Erwerbstätigen dämpft das Wachstum spürbar. mehr auf iwd.de

Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr