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Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen Ost und West in der Bundesrepublik. Im Osten besteht zwischen Mann und Frau eine Gehaltsdifferenz von durchschnittlich 5 Prozent, im Westen beträgt sie 25 Prozent. Aussagen darüber, wie sich unterschiedliche Qualifikationen, Berufe und Erwerbsbiografien usw. auswirken, sind nicht möglich.

Doch genau in dieser Rechnung könnten die Ursachen liegen: Zwar haben Frauen in punkto Qualifikation mit ihren männlichen Kollegen fast gleichgezogen. Daneben zählen aber auch die Berufswahl und vor allem die Babypausen zu den wichtigsten Einflussfaktoren, wer wie viel Einkommen bezieht. Entscheidend ist, wie schnell ein Arbeitnehmer – meist die Frau – nach einer Babypause wieder in den Job einsteigt. Doch selbst wenn Mütter schnell wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren wollen, ist ihnen dies nicht immer möglich, weil sie ihren Nachwuchs nicht allein lassen können. Laut regionaler Kindertagesbetreuungsstatistik für das Jahr 2008 werden gerade einmal 10 Prozent aller unter Dreijährigen in Westdeutschland in einer Kita betreut, in Ostdeutschland dagegen gut 38 Prozent.

Viele Mütter kehren nur als Teilzeitler wieder auf die Arbeit zurück. Im Westen dürfte dies vor allem an den fehlenden Betreuungsmöglichkeiten liegen, im Osten gibt es oft nicht genug Vollzeitarbeitsplätze.

18. Mai 2017

Wido Geis Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer gut 293.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, ist das neue Investitionsprogramm des Bundes zur Kita-Finanzierung ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de

27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 17. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiver
IW-Kurzbericht, 7. April 2017

Wido Geis Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiverArrow

Fragt man junge Erwachsene, ob sie in ihrer Jugend Sport getrieben haben, bejahen das unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern rund drei Viertel. Betrachtet man hingegen, wie viel Zeit Jugendliche mit sportlichen Aktivitäten verbringen, zeigen sich deutlich niedrigere Werte bei Befragten aus bildungsferneren Elternhäusern. mehr