Die Berufswahl entscheidet über das Einkommen Image
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Die Berufswahl von Männern und Frauen könnte unterschiedlicher nicht sein. Unter den Tops der im Jahr 2008 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe von Jungen finden sich die Berufe Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker und Elektroniker. Bei Mädchen zählen die Kauffrau im Einzelhandel, die Medizinische Fachangestellte und die Friseurin zu den beliebtesten Ausbildungsberufen.

Allerdings locken gerade Berufe im Verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zu vielen Dienstleistungsberufen mit höheren Löhnen: Wer sich beispielsweise in Nordrhein-Westfalen für den Beruf des Elektrikers entscheidet, kann mit einem Bruttogehalt von gut 2.300 Euro im Monat rechnen. Dagegen erhalten Friseure nur etwa 1.300 Euro pro Monat. Der Girls Day bietet eine gute Gelegenheit, an diesen Strukturen etwas zu ändern und Mädchen für zukunftsträchtige Ausbildungsberufe zu interessieren.

Geschlechtstypische Unterschiede sind aber auch bei der Wahl der Studienfächer zu beobachten. Insbesondere Frauen sind deutlich seltener in technischen oder IT-Fächern wie dem Bauingenieurwesen, dem Maschinenbau, der Informatik, etc. eingeschrieben. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Nachfrage am Arbeitsmarkt fallen die Verdienstmöglichkeiten für Absolventen dieser Fächergruppen höher aus und bilden damit eine zentrale Ursache für geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede.

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr